Barbarafeier von Vattenfall in Cottbus

Minister Gerber zu Gast bei der Barbarafeier von Vattenfall in Cottbus

Cottbus - "Es muss schnellstmöglich Klarheit über die Zukunft der Braunkohle in der Lausitz geschaffen werden. Eine lange Phase der Unsicherheit ist weder der Belegschaft noch den Menschen in der Region zuzumuten. Wir erwarten, dass Vattenfall seinen Verpflichtungen bis zu einem möglichen Verkauf voll und ganz gerecht wird. Insbesondere darf es in der Phase der Verkaufsverhandlungen zu keiner Beeinträchtigung der eingeplanten Investitionen kommen. Von einem neuen Partner erwarten wir ein langfristiges, strategisches Engagement im Braunkohlegeschäft und das Bekenntnis zur Energiewende in Deutschland." Das erklärte Wirtschafts- und Energieminister Albrecht Gerber bei der Barbarafeier von Vattenfall. Er unterstrich, dass die Sicherung von Beschäftigung und Wertschöpfung in der Lausitz für die brandenburgische Landesregierung oberste Priorität habe.

"Der heimische Energieträger Braunkohle bleibt wichtig für Brandenburg, für die Lausitz und für ganz Deutschland. Die Energiewende kann ohne Flankierung durch die Braunkohlekraftwerke nicht zum Erfolg geführt werden. Ein gleichzeitiger Ausstieg aus der Atomkraft und aus der Braunkohleverstromung ist nicht möglich", machte der Minister deutlich. Gerber weiter: "Brandenburg lebt die Energiewende seit Jahren und hat - ebenso wie Sachsen - seine Hausaufgaben gemacht."

Die effizienten Braunkohlekraftwerke der Lausitz werden gebraucht

Angesichts der immer noch zahlreichen "Baustellen" bei der Energiewende in Deutschland sei der in der brandenburgischen Energiestrategie 2030 verankerte Energiemix mit der Braunkohleverstromung aus den Lausitzer Kraftwerken als Brückentechnologie aktueller denn je, betonte der Minister. "Solange die Erneuerbaren Energien noch keine zu jeder Zeit sichere und preiswürdige Stromversorgung gewährleisten können, wird der Strom aus den effizienten Braunkohlekraftwerken der Lausitz gebraucht - die Lausitzer Kraftwerke sind systemrelevant", sagte Gerber abschließend.

Quelle: Ministerium für Wirtschaft und Energie des Landes Brandenburg