Frauenquote in sächsischen Unternehmen

Frauen als Gewinn für Wirtschaft begreifen - freiwillige Frauenquote einführen

Nach der Einigung auf eine verbindliche Frauenquote in börsennotierten Großunternehmen ermuntern Martin Dulig, Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, und Petra Köpping, Staatsministerin für Gleichstellung und Integration die sächsischen Unternehmen zu einer freiwilligen Frauenquote:

"Sachsen ist zwar kaum von den Plänen der Bundesregierung betroffen. Doch auch die mittleren Unternehmen sollten eine selbstverpflichtende Frauenquote anstreben und somit ein Signal setzen, dass wir im Freistaat auf die hervorragenden Leistungen von Frauen zählen und sie als Gewinn für die Wirtschaft begreifen. Das stärkt auch die Reputation der Unternehmen im Wettbewerb", betont Staatsminister Dulig.

Auch Staatsministerin Köpping appelliert an die sächsische Wirtschaft, Führungspositionen freiwillig unter Berücksichtigung einer verbindlichen Frauenquote zu besetzen: "Faire Arbeit bedeutet auch, dass Frauen und Männer im Beruf gleichberechtigte Partner sind - eine Grundvoraussetzung für eine moderne Gesellschaft. Damit die sächsischen Unternehmen für die Fachkräfte von morgen attraktiv sind, sollten sie sich die Förderung von Frauen zur freiwilligen Aufgabe machen."

Die Regierungskoalition im Bund hatte sich in dieser Woche auf eine Frauenquote geeinigt. Demnach sollen ab 2016 in den Aufsichtsräten der rund 100 börsennotierten Unternehmen mindestens 30 Prozent Frauen vertreten sein. Der Gesetzentwurf wird voraussichtlich im Dezember dem Bundeskabinett vorgelegt.

Quelle: SMWA - Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr