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Neues Stellwerk (ESTW) im Bahnhof Hosena

Deutsche Bahn nimmt Elektronisches Stellwerk (ESTW) im Bahnhof Hosena in Rekordzeit in Betrieb

  • Neues ESTW in Hosena in nur einem Jahr errichtet
  • Insgesamt 48 Signale, 36 Weichen und drei Bahnübergänge an das neue ESTW angebunden

Neues Stellwerk (ESTW) im Bahnhof Hosena DB-Vorstandsvorsitzender Dr. Rüdiger Grube hat heute gemeinsam mit Brandenburgs Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke sowie Andreas Fredrich, Bürgermeister der Stadt Senftenberg, und Ingulf Leuschel, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn AG für das Land Berlin, das in Rekordbauzeit von nur einem Jahr errichtete Elektronische Stellwerk (ESTW) Hosena symbolisch in Betrieb genommen. Die Redner würdigten dabei die Leistungen und das Engagement aller Beteiligten, die an der Beseitigung der seinerzeitigen Unfallschäden und an der Planung sowie am Bau des ESTW Hosena beteiligt waren.

"In einer Rekordzeit von nur zwei Jahren ist es gelungen, mit dem Elektronischen Stellwerk in Hosena modernste Schieneninfrastruktur aufzubauen. Allen, die an diesem Projekt mitgearbeitet haben, gilt mein herzlicher Dank. Das war eine Meisterleitung. Die Betriebsqualität für unsere Kunden verbessert sich deutlich. Der in dieser Region so wichtige Güterverkehr profitiert ebenfalls von unserer Schnelligkeit und unseren Investitionen", sagte Dr. Rüdiger Grube bei der Inbetriebnahme.

Ministerpräsident Dietmar Woidke sagte: "Wir eröffnen heute ein hochmodernes Stellwerk. Mit seiner Ausstattung und Funktionsweise ist es ein Sicherheitsgewinn für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Darüber hinaus bekommt die Region eine leistungsstarke Bahnanlage, die dem Schienen-Güter- und -Personenverkehr zu Gute kommt." Woidke erinnerte an den schweren Eisenbahnunfall, der sich am 26. Juli 2012 in Hosena ereignete: "Unsere Gedanken sind ganz bei der Familie des tödlich verletzten Bahnmitarbeiters und bei denen, die bei diesem Unglück schwere körperliche und seelische Verletzungen davon getragen haben. Wir wünschen ihnen weiterhin viel Kraft."

"Der Bahnhof Hosena ist ein wichtiger Knotenpunkt zwischen Dresden, Leipzig und Berlin. Aber auch für die Bürgerinnen und Bürger von Hosena selbst und die erfolgreiche Arbeit der regionalen Wirtschaft ist er von großer Bedeutung. Ich freue mich über die schnelle Realisierung des Projektes und die gute Zusammenarbeit, denn bei der Erneuerung der Bahnübergänge waren wir als Stadt finanziell mit im Boot", erklärte Bürgermeister Andreas Fredrich.

Mitte November 2013 begannen in Hosena die Bauarbeiten für den Ersatzneubau des bei einem Zugunglück im Juli 2012 zerstörten Stellwerks. Nicht nur musste möglichst rasch ein neues, modernes Stellwerk errichtet werden, sondern es waren auch umfangreiche Arbeiten an der Signal-, Leit- und Sicherungstechnik und an den Oberleitungen nötig. Auch an den Bahnübergängen in der Ortslage Hosena, beziehungsweise auf der Kreisstraße 6602 zwischen Peickwitz und Hosena, mussten technische Anlagen erneuert werden. Dazu kamen der Bau neuer Weichenheizstationen und einer modernen Gleisbeleuchtung. Die Planungen dafür begannen schon im Jahr 2012. Die Gesamtkosten für die Errichtung des ESTW, für die Beseitigung der Unfallschäden und die Erneuerung von drei Bahnübergängen betrugen über 30 Millionen Euro.

Das ESTW steht auf der Fläche des früheren Wirtschaftsgebäudes am Bahnhof Hosena und steuert nunmehr 48 Signale und 36 Weichen im Bereich des Bahnhofs Hosena sowie die Bahnübergänge von Hoyerswerda aus.

Bei dem schweren Zugunglück am 26. Juli 2012 kam der diensthabende Fahrdienstleiter ums Leben. Viele Helfer von Feuerwehren, Rettungsdiensten, Technischem Hilfswerk und viele Mitarbeiter der DB Netz AG waren mit schwerer Technik im Einsatz, um zuerst den Fahrdienstleiter zu bergen, danach die Unfallstelle zu beräumen und die Gleisanlagen schnell wieder provisorisch befahrbar zu machen.

Dr. Grube nahm die Veranstaltung zum Anlass, allen Helfern seinen besonderen Dank für ihren unermüdlichen Einsatz auszusprechen. Zum Gedenken an den verunglückten Kollegen wurde eine Gedenktafel enthüllt.

In Hosena, einem Ortsteil von Senftenberg, kreuzen sich die Bahnstrecken Wêgliniec (Polen)/Hoyerswerda‒Leipzig/Falkenberg (Elster) sowie Lübbenau‒Kamenz. Der Ort liegt mitten in der Lausitz. In der Region werden neben Braunkohle für die Energiegewinnung auch viele Rohstoffe für die Baustoff- und Chemieindustrie abgebaut. Die Schiene ist deswegen eine wichtige Lebensader für die Region, um die Transporte von Massengütern, wie unter anderem Schotter oder Braunkohle, zu realisieren.

Der Bahnhof Hosena ist Haltepunkt der RegionalExpress-Linie RE 15 Dresden‒Hoyerswerda und der S-Bahn-Linie S 4 Leipzig‒Falkenberg (Elster)‒Elsterwerda-Biehla‒Ruhland‒Hoyerswerda.

Ersatzneubau ESTW Hosena ‒ Zahlen und Fakten:

  • Neubau eines ESTW-Gebäudes auf der Fläche des früheren Wirtschaftsgebäudes am Bahnhof Hosena
  • Erneuerung von Signaltechnik (Gründung und Errichtung von 48 Signalen, 30 Weichenantrieben, Stellwerksmodul)
  • Erneuerung von Kabeltiefbauanlagen
  • Neubau der Rangierwegbeleuchtung im Bahnhofsbereich
  • Neubau und Anpassung von drei Bahnübergängen
  • Neubau von sieben Oberleitungsmasten
  • Neubau von zwei Stromversorgungsanlagen
  • Anpassung von vier Nachbarstellwerken
  • Neubau von 6.600 Metern Kabeltrog
  • Verlegung von 70 Kilometern Kabel
  • Neubau von zwei Weichenheizungsstationen

Herausgeber: DB Mobility Logistics AG

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Tags:
Hosena, Senftenberg
Datum:
Dienstag, 25. November 2014, 16:08 Uhr
Kommentare zu "Neues Stellwerk (ESTW) im Bahnhof Hosena"
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