Fragen zur Erdgasförderung bei Beeskow

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Bürgerinitiative fordert Antworten über geplante Erdgasförderung bei Beeskow

Einen umfangreichen Fragenkatalog hat die Bürgerinitiative (BI) "CO2-Endlager stoppen - Umwelt schützen" e.V. Anfang November dem Bergbauunternehmen Bayerngas GmbH übermittelt. Binnen eines Monat soll Bayerngas zu Fragen über den Verbleib des giftigen Lagerstättenwassers, zu Auswirkungen des Abfackelns von Erdgas , Folgen des - wie von Bayerngas bestätigt- enormen Absinkens des hydrostatischen Druckes von aktuell 300 bar auf nur ca. 60 bar über den gesamten Förderzeitraum, zu Haftungsfragen bei möglichen Schäden infolge von Erdbeben oder Rutschungen und nicht zuletzt zur umstrittenen Fördermethode Fracking Stellung nehmen.

Die Initiative hatte in der Vergangenheit das Münchner Unternehmen mehrfach zu öffentlichen Diskussionsforen eingeladen, denen Bayerngas jedoch allesamt eine Absage erteilte. Darüber hinaus blieben auch einige kritische Fragen während der von Bayerngas organisierten Info-Veranstaltungen unbeantwortet. Deshalb rief die Bürgerinitiative während ihrer Informationsveranstaltung am 04.09.14 in der Stadtbibliothek Beeskow die Bevölkerung auf, Fragen einzureichen, um einen Katalog zu erstellen. Die Bürger in der Region folgten dem Aufruf mit zahlreichen Zuschriften. "Nach unserem Aufruf stand bei uns das Telefon nicht mehr still", berichtete Ute Lein. Insgesamt stellte die Bürgerinitiative mit Unterstützung der Bevölkerung 60 Fragen zusammen.

"Unser Anliegen ist es, die Aktivitäten und Vorhaben der Bayerngas GmbH kritisch zu hinterfragen. Wir wollen erreichen, das immense Schäden, wie sie durch die Gasförderung unter ganz ähnlichen geologischen Bedingungen aus Niedersachsen bekannt sind, vermieden werden - soweit dies technologisch überhaupt möglich ist. Sollten Schäden und Gefährdungen technologiebedingt unvermeidbar sein, haben die Bürgerinnen und Bürger zumindest ein Recht darauf, dies unverzüglich zu erfahren ...und gegebenenfalls ihre Konsequenzen daraus zu ziehen", so Ute Lein. Bei der Eröffnung der Ausstellung über die Folgen des Bergbaus "Das Leiden der Spree" am 13. November um 19.00 Uhr in der Beeskower Stadtbibliothek wird die Bürgerinitiative den Fragenkatalog vorstellen.

Der Fragenkatalog steht im Internet unter www.ccs-protest.de/fragenkatalog.pdf als Download zur Verfügung.

Quelle: PM Bürgerinitiative "CO2-Endlager stoppen e.V."