Braunkohlestandort Lausitz muss langfristig sicher sein

Wirtschaftsminister Gerber zu Gesprächen über den Braunkohlestandort Lausitz bei Vattenfall in Cottbus

"Die Braunkohle als heimischer und zuverlässiger Energieträger ist als Brückentechnologie unverzichtbar für das Gelingen der Energiewende in Deutschland. Zudem bieten die Lausitzer Braunkohlekraftwerke und Tagebaue tausenden Brandenburgerinnen und Brandenburgern gute Arbeit. Diese Arbeitsplätze müssen langfristig sicher sein." Das erklärte Wirtschafts- und Energieminister Albrecht Gerber heute bei seinem Besuch bei Vattenfall in Cottbus. Die Sicherung von Beschäftigung und Wertschöpfung in der Lausitz habe für die brandenburgische Landesregierung oberste Priorität, und darüber sei man sich auch einig mit der sächsischen Staatsregierung.

Vor dem Hintergrund der Ankündigung Vattenfalls, strategische Optionen für sein Braunkohleengagement prüfen zu wollen, traf der Minister mit Vertretern des Vattenfall-Vorstandes, der Belegschaft und der Gewerkschaft zusammen. Von der Unternehmensführung erwarte er, dass Vattenfall bis zum Verkauf ein verlässlicher Partner bleibe und seine Verpflichtungen auch weiterhin erfülle. "Wichtig ist, dass die Menschen in der Lausitz rasch Klarheit bekommen", betonte der Minister.

"Wir erwarten von der Unternehmensführung, dass wir eng, zeitnah und unmittelbar über wichtige Schritte im Verkaufsprozess informiert werden - und dabei die Möglichkeit haben, unsere Interessen in Bezug auf die weitere Entwicklung in der Lausitz einzubringen", so Gerber weiter. Er gehe davon aus, dass dies auch die Haltung Sachsens sei und werde sich mit dem designierten sächsischen Wirtschaftsminister unmittelbar nach dessen Amtseinführung in Verbindung setzen.

"Wir brauchen für die Lausitzer Braunkohle einen Eigentümer, der mit zielgerichteten Investitionen auch weiterhin zuverlässig Beschäftigung und Wertschöpfung gewährleistet", betonte Gerber. Er erwarte, dass auch ein neuer Eigentümer weiterhin die Verpflichtungen aus der Sozialpartnerschaft erfülle. "Wer gute Arbeit leistet, muss dafür auch künftig gut entlohnt werden", sagte Gerber. "Und nur wenn weiterhin junge Menschen ausgebildet werden, kann der Fachkräftebedarf gesichert werden."

"Die Landesregierung wird auch zukünftig die wirtschaftliche Entwicklung in der Lausitz vorantreiben. Die Braunkohleverstromung wird dabei auch in den kommenden Jahren von großer Bedeutung sein. Bei der Entwicklung der Region zu einem Kompetenzzentrum für die Energiewende wird die Landesregierung unterstützen. Dieses Engagement erwarten wir auch von unternehmerischer Seite", sagte Minister Gerber abschließend.

Quelle: Ministerium für Wirtschaft und Energie (MWE) des Landes Brandenburg