Biobranchentreffen in Dresden

Kooperation von BIO-Produzenten und Handel nötig

Staatssekretär Dr. Fritz Jaeckel hat eine stärkere Kooperation von Anbauverbänden, Produzenten, Verarbeitern und Vermarktern angemahnt, damit die sächsische Landwirtschaft noch mehr als bisher vom boomenden Biomarkt profitieren kann. "Immer mehr Verbraucher greifen zu Ökoprodukten", sagte der Staatssekretär heute (11. November 2014) beim 7. Mitteldeutschen Biobranchentreffen in Dresden. "Bisher können die hiesigen Erzeuger die große Nachfrage jedoch nicht bedienen, in den Regalen steht oft importierte Ware. Die im Bündnis Ökolandbau Sachsen organisierten Verbände und Betriebe brauchen eine deutlichere Unterstützung des Handels, der die nachhaltig erzeugten Bioprodukte aus der Region noch besser bewerben muss als bisher." Das verbessere die Absatzmöglichkeiten für Bio-Produkte und erhöhe für landwirtschaftliche Betriebe die Anreize zur Umstellung auf ökologische Produktion, so Dr. Jaeckel.

Der Freistaat Sachsen wird den ökologischen Landbau auch weiterhin unterstützen, zum Beispiel mit Flächenprämien in der Umstellungs- und Beibehaltungsphase. Für die neue EU-Förderperiode sind ab 2015 jährliche Förderungen auf Acker- und Grünlandflächen von 230 Euro je Hektar, auf Gemüseanbauflächen von 413 Euro je Hektar und auf Flächen mit Dauer-, Obst- oder Baumschulkulturen von 890 Euro je Hektar vorgesehen. Im Rahmen der Förderrichtlinie "Absatzförderung Land- und Ernährungswirtschaft" werden zudem Projekte gefördert, die die Marktposition und den Absatz von ökologisch erzeugten landwirtschaftlichen Produkten stärken sowie eine fundierte Markterkundung ermöglichen. Das Sächsische Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie wird die ökologisch wirtschaftenden Betriebe im Rahmen der angewandten Forschung einschließlich Feldversuchswesen, bei Projekten des Wissenstransfers und bei Innovationspartnerschaften unterstützen.

In Sachsen bewirtschaften zurzeit 506 Ökobetriebe eine Fläche von 36 192 Hektar. Zusammen mit den 334 Firmen, die in Sachsen Ökolebensmittel verarbeiten und verkaufen, sind im Ökosektor 840 Unternehmen tätig.

Quelle: SMUL - Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft