Pro Lausitz zum Verkauf der Lausitzer Braunkohle

Vattenfall stellt Weichen für Verkauf der Lausitzer Braunkohle

Der Pro Lausitzer Braunkohle e.V. begrüßt die schnelle Entscheidung in Schweden!

Nach Wochen höchster Verunsicherung um die Zukunft der Lausitzer Braunkohle, zeichnet sich eine Weichenstellung ab. Der Aufsichtsrat von Vattenfall in Schweden hat beschlossen, den Verkauf seiner Braunkohlensparte vorzubereiten. Der Verein Pro Lausitzer Braunkohle sieht darin ein hoffnungsvolles Zeichen, das Braunkohlengeschäft in einem geordneten Prozess in neue Hände zu übergeben.

"Unsere Strategie sieht klar eine Reduzierung unserer Kohlendioxidexponierung und eine Umstellung unseres Erzeugungsportfolios auf erneuerbare Energien vor", betont Magnus Hall, neuer CEO und Präsident von Vattenfall AB in Auswertung der Aufsichtsratssitzung am Mittwoch. Daher wurde "entschieden, dass Vattenfall Optionen für eine nachhaltige und neue Eigentümerstruktur seines Braunkohlegeschäfts prüfen wird".

Den Verantwortlichen von Vattenfall ist bewusst, dass die in Schweden ungeliebte Braunkohle in Deutschland einen hohen Stellenwert besitzt. "Wir verstehen die gegenwärtige und künftige Bedeutung der Stromerzeugung aus Braunkohle für die regionale Wirtschaft und für Deutschlands Energiepolitik", stellt Hall klar. Die Landesregierungen von Brandenburg und Sachsen seien wichtige Ansprechpartner für Vattenfall in der Lausitz. Hall: "Wir setzen auch weiterhin auf den engen Dialog."

Mit dieser Entscheidung geht es um die vollständige Herauslösung der Braunkohlesparte aus dem Konzern. "Seinen übrigen Geschäftsaktivitäten in Deutschland - Fernwärme, Vertrieb und Verteilnetze sowie Handel, Windkraft und weitere Energieerzeugung - bleibt Vattenfall weiterhin vollauf verpflichtet", beteuert das Unternehmen.

Erst am Vortag der Aufsichtsratssitzung war eine Delegation von SPD-Abgeordneten aus dem Bund und den Ländern Brandenburg und Sachsen aus Stockholm zurückgekehrt. Die Gespräche dort hatten gezeigt, dass die Ausrichtung Vattenfalls und die Lausitzer Braunkohle in den augenblicklichen politischen Debatten in Schweden anders als vielfach suggeriert, keine vorrangige Rolle spielt.

Der Verein Pro Lausitzer Braunkohle begrüßt die Entscheidung des Aufsichtsrates. "Wir begrüßen die schnelle Entscheidung und haben immer betont, dass Vattenfall die Braunkohle, wenn sie wirklich in Schweden politisch nicht mehr vermittelbar ist, verkaufen sollte, damit ein neuer Eigentümer mit größerer Wertschätzung und strategischer Klarheit das Geschäft in der Lausitz zum Nutzen aller weiter führen kann", erklärt Vereinschef Wolfgang Rupieper. Wichtig sei nun für alle Beteiligten, "dass der Prozess zügig vorangetrieben wird und wir schnell Gewissheit über die neue Eigentümerstruktur bekommen. Dabei müssen wir darauf achten, dass die Konzernstruktur mit Braunkohleförderung und -verstromung in der Lausitz in einer Hand bleibt und nicht zerschlagen wird."

Weitere Informationen: www.pro-lausitz.de bzw. www.prolausitzerbraunkohle.de

Quelle: PM Pro Lausitzer Braunkohle e.V.