Lausitzer Allianz erstattet Anzeige gegen Vattenfall

Anzeige gegen Vattenfall wegen Verstöße gegen Betriebsplan des Tagebaues Nochten

Die Lausitzer Allianz erstattete am Mittwoch den 22. Oktober 2014 Anzeige gegen Vattenfall wegen Verstößen gegen Auflagen aus dem Rahmenbetriebsplan des Tagebaues Nochten 1 bei Polizei-Revier Weißwasser, Tagebuchnummer 1748/14/138520

In der Anlage zur Anzeige finden Sie folgende Unterlagen zur Verfolgung der Verstöße gegen den Rahmenbetriebsplan zum Betrieb des Tagebaus Nochten

Rechtwidrige Fällung der geschützten Traubeneiche im Vorschnittgebiet des Tagebaus: Diese stand unter besonderem Schutz, da diese nicht nur einer der ältesten Bäume des Urwaldes Weißwasser war, sondern laut dem Forstamt Tharandt sogar einen eigenen Gencode besaß. Es wurden keine Sämlinge gesichert!

Ferner wurde bereits im vergangenen Jahr eine 200-jährige Hängebuche gefällt ohne Ersatzpflanzungen durchzuführen!

Des weiteren erfolgen keine bzw. unzureichende Umsetzungen von geschützten Pflanzen und Tieren (rote Artenschutzliste!) im Vorschnittbereich des Tagebaus

Im Urwald Weißwasser und im Tagebauvorfeld des Abbaugebiet 1 des Tagebau Nochten konnten viele seltene Tierarten nachgewiesen werden. Dabei wurden und werden diese Tierarten wie der Springfrosch, die Wechselkröte und der Eremit vielleicht sogar eine neue Heimat finden. Die Rotbauchunke und der Hirschkäfer wurden bereits aus Bereichen des Gebietes umgesiedelt. Leider lief nicht alles so wie es eigentlich müßte. Vattenfalls Subfirmen schafften hin und wieder mit einer vorzeitigen Abholzung, Abriss sprich Vernichtung von Lebensraum dieser Tierarten leider teilweise vorzeitige Tatsachen. Damit wird die vorgeschriebene Artensicherung und Bestandsaufnahme verhindert! Bei Abholzung einer 200jährigen Esche fand man im oberen Bereich des alten hohlen Baumes im Stammmulm Larven von Rosenkäfer und Eremit. In der hohlen Platane (1828) sind noch Fledermäuse drin. Am Märchensee konnte während der Umsetzung von Pflanzen aus dem Uferbereich Vorkommen von Springfrosch, Erdkröte und Moorfrosch nachgewiesen werden. Beim Abriss des Grundstücks Schäferweg 91, in Rohne wurden Wechselkröten gefunden. Für einige der Tierarten war es leider schon zu spät, um Ersatzquartiere zu organisieren.

Problematisch sind zudem Eingriffe in Lebensbereiche des Birkhuhn bei Mühlrose. Der Bestand ist in den letzten 3 Jahrzehnten seit 1980 auf unter 10 geschrumpft. Ziegenmelker, Baumfalke, Schwarzspecht, Waldkauz, Fledermaus, Wolf und weitere hunderte seltene Tierarten müßten vor dem Bagger faktisch "umgesiedelt" sein. Das Bundesnaturschutzgesetz schützt das Leben der Tiere nur schlecht vor Vollzug des Berggesetz. Klare Regelungen sind jedoch im Betriebsrahmenplan des Tagebaus festgehalten, gegen diese wird jedoch permanent durch verbotene oder unterbleibende Maßnahmen verstoßen.

Des weiteren fallen in diesem Gebiet Waldseen und Moorgebiete trocken, ohne, daß zuvor oder parallel die Umsetzung der überwiegend sogar auf der Liste bedrohter Pflanzen und Tiere erfolgt:

Das sind nachgewiesen im Gebiet:

  • Torfmoos und rotes Torfmoos, (rote Liste!)
  • Moorbärlapp, (rote Liste!)
  • Mittlerer und rundblättriger Sonnentau, (rote Liste!)
  • Weißes und braunes Schnabelried, (rote Liste!)
  • Rosmarienheide, (rote Liste!)
  • Schmalblättriges und scheidiges Wollgras, (rote Liste!)
  • Zippergrassegge, Moosbeere, Birnwinntergrün, Sumpf-, Torf- und Moorveilchen
  • Springfrösche, Wechselkröte, Geburtshelferkröte und Wechselkröte

Zusätzlich: Einsatz von Harvestern während der Brunftzeit des Rotwildes (Verstoß gegen das Naturschutzgesetz und das Jagdgesetz)

Vattenfall und seine beauftragten Firmen verstoßen somit gegen die Auflagen des Rahmenbetriebsplanes zum Tagebau Nochten 1 aus dem Jahre 1994 und gegen Auflagen aus der Umwelthaftung im Bezug auf Artenschutz und Sorgfaltspflichten! Fotos und Beschreibungen finden Sie im angehängten Dokument! Ob sich daraus Straftatbestände ableiten, konnte ich noch nicht in Erfahrung bringen, grobe Ordnungswidrigkeiten sind das aber auf jeden Fall!

Verstöße gegen Betriebsplan Tagebau Nochten? Die Lausitzer Allianz erstattet Anzeige gegen Vattenfall

Die Lausitzer Allianz erstattete am Mittwoch den 22. Oktober 2014 Anzeige gegen Vattenfall wegen Verstößen gegen Auflagen aus dem Rahmenbetriebsplan des Tagebaues Nochten 1 bei Polizei-Revier Weißwasser, Tagebuchnummer 1748/14/138520

In der Anlage zur Anzeige finden Sie folgende Unterlagen zur Verfolgung der Verstöße gegen den Rahmenbetriebsplan zum Betrieb des Tagebaus Nochten

Rechtwidrige Fällung der geschützten Traubeneiche im Vorschnittgebiet des Tagebaus: Diese stand unter besonderem Schutz, da diese nicht nur einer der ältesten Bäume des Urwaldes Weißwasser war, sondern laut dem Forstamt Tharandt sogar einen eigenen Gencode besaß. Es wurden keine Sämlinge gesichert!

Ferner wurde bereits im vergangenen Jahr eine 200-jährige Hängebuche gefällt ohne Ersatzpflanzungen durchzuführen!

Desweiteren erfolgen keine, bzw. unzureichende Umsetzungen von geschützten Pflanzen und Tieren (rote Artenschutzliste!) im Vorschnittbereich des Tagebaus

Im Urwald Weißwasser und im Tagebauvorfeld des Abbaugebiet 1 des Tagebau Nochten konnten viele seltene Tierarten nachgewiesen werden. Dabei wurden und werden diese Tierarten wie der Springfrosch, die Wechselkröte und der Eremit vielleicht sogar eine neue Heimat finden. Die Rotbauchunke und der Hirschkäfer wurden bereits aus Bereichen des Gebietes umgesiedelt. Leider lief nicht alles so wie es eigentlich müßte. Vattenfalls Subfirmen schafften hin und wieder mit einer vorzeitigen Abholzung, Abriss sprich Vernichtung von Lebensraum dieser Tierarten leider teilweise vorzeitige Tatsachen. Damit wird die vorgeschriebene Artensicherung und Bestandsaufnahme verhindert! Bei Abholzung einer 200jährigen Esche fand man im oberen Bereich des alten hohlen Baumes im Stammmulm Larven von Rosenkäfer und Eremit. In der hohlen Platane (1828) sind noch Fledermäuse drin. Am Märchensee konnte während der Umsetzung von Pflanzen aus dem Uferbereich Vorkommen von Springfrosch, Erdkröte und Moorfrosch nachgewiesen werden. Beim Abriss des Grundstücks Schäferweg 91, in Rohne wurden Wechselkröten gefunden. Für einige der Tierarten war es leider schon zu spät, um Ersatzquartiere zu organisieren.

Problematisch sind zudem Eingriffe in Lebensbereiche des Birkhuhn bei Mühlrose. Der Bestand ist in den letzten 3 Jahrzehnten seit 1980 auf unter 10 geschrumpft. Ziegenmelker, Baumfalke, Schwarzspecht, Waldkauz, Fledermaus, Wolf und weitere hunderte seltene Tierarten müßten vor dem Bagger faktisch "umgesiedelt" sein. Das Bundesnaturschutzgesetz schützt das Leben der Tiere nur schlecht vor Vollzug des Berggesetz. Klare Regelungen sind jedoch im Betriebsrahmenplan des Tagebaus festgehalten, gegen diese wird jedoch permanent durch verbotene oder unterbleibende Maßnahmen verstoßen.

Desweiteren fallen in diesem Gebiet Waldseen und Moorgebiete trocken, ohne, daß zuvor oder parallel die Umsetzung der überwiegend sogar auf der Liste bedrohter Pflanzen und Tiere erfolgt:

Das sind nachgewiesen im Gebiet:

  • Torfmoos und rotes Torfmoos, (rote Liste!)
  • Moorbärlapp, (rote Liste!)
  • Mittlerer und rundblättriger Sonnentau, (rote Liste!)
  • Weißes und braunes Schnabelried, (rote Liste!)
  • Rosmarienheide, (rote Liste!)
  • Schmalblättriges und scheidiges Wollgras, (rote Liste!)
  • Zippergrassegge, Moosbeere, Birnwinntergrün, Sumpf-, Torf- und Moorveilchen,
  • Springfrösche, Wechselkröte, Geburtshelferkröte und Wechselkröte

Zusätzlich:

  • Einsatz von Harvestern während der Brunftzeit des Rotwildes (Verstoß gegen das Naturschutzgesetz und das Jagdgesetz)

Vattenfall und seine beauftragten Firmen verstoßen somit gegen die Auflagen des Rahmenbetriebsplanes zum Tagebau Nochten 1 aus dem Jahre 1994 und gegen Auflagen aus der Umwelthaftung im Bezug auf Artenschutz und Sorgfaltspflichten! Fotos und Beschreibungen finden Sie im angehängten Dokument! Ob sich daraus Straftatbestände ableiten, konnte ich noch nicht in Erfahrung bringen, grobe Ordnungswidrigkeiten sind das aber auf jeden Fall!

Quelle: GRÜNE LIGA Umweltgruppe Cottbus