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IG Metall zum Koalitionsvertrag in Sachsen

IG Metall erwartet vom Koalitionsvertrag konkrete Politik für gute Arbeit

IG Metall zum Koalitionsvertrag in Sachsen Die IG Metall begrüßt die Absicht der künftigen Koalitionspartner CDU und SPD in Sachsen, mit ihrem Koalitionsvertrag faire und gute Arbeit zu unterstützen sowie die Tarifbindung zu stärken. Das vorgelegte Papier zeige Konturen, aus denen positive Perspektiven entstehen können.

Olivier Höbel, Bezirksleiter der IG Metall für Berlin, Brandenburg, Sachsen sagte nach einer ersten Bewertung des Vertrags: "Nach Jahren der Niedriglohnstrategie ist die Erkenntnis dass eine faire Entlohnung nicht nur eine Frage der Gerechtigkeit, sondern auch essentiell für die wirtschaftliche Attraktivität Sachsens ist, eine wichtige Grundlage für das politische Handeln in den nächsten Jahren. Wir begrüßen das klare Bekenntnis zu starken Sozialpartnern und zur Tarifautonomie sowie für die Ausweitung der Tarifbindung im Freistaat Sachsen. Die Unterstützung der Arbeit der Betriebsräte, Jugend- und Schwerbehindertenvertretungen ist ebenso positiv wie die Absicht, Leiharbeit und Werkverträge nicht ausufern zu lassen und die Wirtschaftsförderung daran zu knüpfen, dass geförderte Unternehmen auf eine stabile Stammbelegschaft bauen." Höbel bedauerte, dass es nicht gelungen sei, durch eine rasche und konkrete Umsetzung eines Vergabe- und Tariftreuegesetzes für die öffentliche Hand den Vorbildcharakter des Landes zu dokumentieren.

Die IG Metall unterstützt die Absicht, Sachsens Industrie als Wachstums- und Beschäftigungsmotor und als Impulsgeber für andere Wirtschaftszweige mit einer industriepolitischen Gesamtstrategie "Industrie der Zukunft" voran zu bringen, um die Potenziale der "Industrie 4.0" zu entwickeln. Olivier Höbel verwies darauf, dass dieses Ziel nicht ohne qualifizierte Arbeitnehmer/innen zu erreichen sei. Es sei bedauerlich, dass es nicht gelungen ist, ein modernes Arbeitnehmerweiterbildungsgesetz zu verankern. Dies wird die IG Metall weiter einfordern.

"Die Idee von Branchennetzwerken, Verbundinitiativen und Clustern nehmen wir gern an und werden die künftige Landesregierung im Freistaat bei der Wirtschafts- und Innovationspolitik auch in einem Wirtschafts- und Innovationsbeirat unterstützen", sagte Höbel.

Bezirksleiter Höbel mahnte die konkrete und zügige politische Umsetzung der geplanten Arbeitsvorhaben durch beide Regierungsparteien an. "Die Zeit für Löhne unter Tarif muss in Sachsen vorbei sein", sagte Höbel. Die künftigen Regierungspartner stehen in der Verpflichtung spürbare Verbesserungen für die Arbeitnehmer/innen zu verwirklichen. Die IG Metall steht dafür als kritische und konstruktive Partnerin bereit.

IG Metall Bezirk Berlin-Brandenburg-Sachsen

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Tags:
Gewerkschaft, Politik, Sachsen
Datum:
Freitag, 24. Oktober 2014, 15:27 Uhr
Kommentare zu "IG Metall zum Koalitionsvertrag in Sachsen"
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