Freihandelsabkommen TTIP - Chancen für sächsische Unternehmen?

Chancen und Risiken der europäisch-amerikanischen Wirtschaftsbeziehungen durch das Freihandelsabkommen TTIP

Staatsminister Sven Morlok hat gestern (8.10.2014) an einer Podiumsdiskussion zum Thema "Chancen und Risiken der europäisch-amerikanischen Wirtschaftsbeziehungen" teilgenommen. Gemeinsam mit Unternehmern und dem amerikanischen Gesandten diskutierte der Staatsminister im Rahmen des WELT-UnternehmerForums in Leipzig über Vor- und Nachteile des Freihandelsabkommens TTIP zwischen der Europäischen Union und den USA.

"Die USA sind politisch und wirtschaftlich einer der wichtigsten Partner für Sachsen, Deutschland und Europa. Mit rund 1.600 Millionen Euro Export- und etwa 418 Millionen Euro Import-Volumen sind die USA einer der wichtigsten Handelspartner des Freistaats Sachsen", so Staatsminister Morlok. "Mit 140 Unternehmensbeteiligungen sind die Vereinigten Staaten der größte internationale Investor in Sachsen, und sichern damit mehr als 16.300 Arbeitsplätze. Auch bei den deutschen Direktinvestitionen im Ausland stehen die USA an erster Stelle."

Vor allem für kleine und mittelständische Unternehmen ergeben sich durch das Freihandelsabkommen TTIP Chancen: einheitliche Standards und weniger Bürokratie könnten beispielsweise den Markteintritt erleichtern. Staatsminister Morlok weiter: "In der Debatte sollte man sich nicht von Emotionen leiten lassen, sondern von der wirtschaftlichen Vernunft. Auf einem für Europa so entscheidenden Markt wie dem amerikanischen dürfen wir den Anschluss nicht verlieren. Stattdessen sollten wir die transatlantische Wirtschaftskooperation voranbringen - und damit auch unsere heimische Wirtschaft stärken."

Hintergrund: Die transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft (TTIP) ist ein Handelsabkommen, das zurzeit zwischen der Europäischen Union und den Vereinigten Staaten ausgehandelt wird. Ziel ist die Beseitigung von Handelshemmnissen in einem breiten Spektrum von Branchen und damit die Erleichterung des Kaufs und Verkaufs von Waren und Dienstleistungen zwischen der EU und den Vereinigten Staaten.

Quelle: SMWA - Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr