Beschäftigte der Stadtwerke Cottbus fordern Versorgungssicherheit

Ver.di Cottbus

Cottbuser Stadtwerkebeschäftigte gehen für Versorgungssicherheit auf die Straße

Die Beschäftigten der Stadtwerke Cottbus gingen im Rahmen eines bundesweiten Aktionstages der Energiewirtschaft am 8. Oktober 2014 von 11 Uhr bis 12 Uhr in Cottbus auf die Straße und forderten zur Gewährleistung der Versorgungssicherheit in der Energieversorgung einen Kapazitätsmarkt und die zusätzliche Förderung hocheffizienter Anlagen in Kraft-Wärme-Kopplung.

Ein "Kapazitätsmarkt" bezeichnet ein Marktdesign für den Strommarkt, bei der ein Handel nicht mit verbrauchter Strommenge, sondern bereitgestellter Strommenge stattfindet. Dadurch werden auch nicht genützte Kapazitäten vergütet.

Zu diesem bundesweiten Aktionstag hatten die Gewerkschaft ver.di gemeinsam mit dem Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) und dem Verband kommunaler Unternehmen (VKU) aufgerufen.

"Mit diesem Aktionstag wollen die Beschäftigten in den Stadtwerken und Energiekonzernen deutlich machen, dass nur mit einem Kapazitätsmarkt und einer zusätzlichen Förderung hocheffizienter Anlagen in Kraft-Wärme-Kopplung die Energiewende ohne Einschränkung der Versorgungssicherheit konsequent fortgeführt werden kann", so Andreas Scheidt, Mitglied des ver.di-Bundesvorstandes und Leiter des ver.di-Fachbereiches Ver- und Entsorgung.

"Weil sich bundesweit auch modernste und effizienteste Gas- und Kohlekraftwerke aufgrund der zunehmenden Einspeisung von Wind- und Solarstrom im bestehenden Strommarkt nicht mehr rechnen und deshalb stillgelegt zu werden drohen, muss zeitnah ein Kapazitätsmarkt etabliert werden, der die Bereitstellung von gesicherter Leistung angemessen honoriert", betont Andreas Scheidt. Nur über einen derartigen Kapazitätsmarkt hätten zukünftig ausreichend moderne Gas- und Kohle-Ausgleichskraftwerke noch die Chance, schwarze Zahlen zu schreiben. Das gelte auch für die Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen der Stadtwerke, die zusätzlich zu Strom auch noch Wärme an die Haushalte und Betriebe abgeben und deshalb die Brennstoffe besonders effizient nutzen. Die Demonstration der Cottbuser Stadtwerkemitarbeiter beginnt um 11 Uhr vor den Stadtwerken in der Karl-Liebknecht-Straße 130 und führt zum Cottbuser Rathaus und weiter durch die Innenstadt über die Spremberger Straße zum Spremberger Turm. Um 11.55 Uhr werden an mehr als 35 Orten bundesweit rote Luftballons mit der ver.di-Forderung in den Himmel steigen. Die Cottbuser Stadtwerkebeschäftigten starten zeitgleich hunderte rote Luftballons mit der ver.di-Forderung am Spremberger Turm in Cottbus.

Zu Rückfragen stehen Ihnen der Gewerkschaftssekretär Lutz Modrow unter 0170-3398666 und der Gewerkschaftsekretär Ole Borgard vom Fachbereich Ver- und Entsorgung unter 0151-64967384 zur Verfügung.

Quelle: ver.di-Bezirk Cottbus