Wirtschaft in Berlin und Brandenburg moderat gestiegen

Wirtschaftsleistung im 1. Halbjahr 2014 in den Ländern Berlin und Brandenburg moderat gestiegen

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) legte preisbereinigt im ersten Halbjahr 2014 gegenüber dem Vorjahreszeitraum in Berlin um 1,2 Prozent und in Brandenburg um 1,6 Prozent zu. Dies ergaben die Berechnungen des Arbeitskreises "Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder" zum Wirtschaftswachstum, die als erste Schätzungen zu betrachten sind. Wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg weiter mitteilt, lagen die Länder Berlin und Brandenburg damit unter dem Bundesdurchschnitt von 1,7 Prozent. Für alle Bundesländer zeigte sich durchweg eine positive Entwicklung, angeführt von Schleswig-Holstein mit einem Plus von 3,0 Prozent. Den geringsten Anstieg hatte Hamburg mit 0,7 Prozent. In den neuen Bundesländern ohne Berlin erhöhte sich das BIP um 2,1 Prozent und in den alten Bundesländern ohne Berlin um 1,7 Prozent.

Bruttoinlandsprodukt (preisbereinigt) nach Bundesländern 1. Halbjahr 2014

- Veränderung gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum in % -

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In Berlin entwickelten sich das Produzierende Gewerbe und das Dienstleistungsgewerbe annähernd gleich. Das Baugewerbe trug mit einem weit über dem Durchschnitt liegenden Wachstum zum positiven Ergebnis bei. In den Dienstleistungsbereichen stützten die Wirtschaftszweige Handel, Gastgewerbe sowie Information und Kommunikation die Entwicklung. Der Bereich der Unternehmensdienstleister hatte ebenfalls einen überdurchschnittlichen Zuwachs zu verzeichnen.

Der Anstieg der Bruttowertschöpfung im Produzierenden Gewerbe in Brandenburg lag über dem Landesdurchschnitt und wurde hauptsächlich vom Baugewerbe und vom Verarbeitenden Gewerbe getragen. Im Dienstleistungsbereich sorgten wie in Berlin die Bereiche Handel, Verkehr, Gastgewerbe sowie Information und Kommunikation für eine positive Entwicklung. Die Wirtschaftszweige Öffentliche Dienstleister sowie Erziehung und Unterricht bremsten das Wachstum.

Bruttoinlandsprodukt in den Bundesländern

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Diese Ergebnisse basieren auf den neuen Konzepten des Europäischen Systems Volkswirtschaftlicher Gesamtrechnungen (ESVG) 2010, die für alle Mitgliedstaaten der EU rechtsverbindlich anzuwenden sind.

Über das Datenangebot des Bereiches Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen informiert: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg