Arbeitslosenquote in Brandenburg unter neun Prozent

Arbeitslosenquote in Brandenburg ist seit 1990 erstmals unter die neun Prozentmarke gesunken

Arbeitslosenquote in Brandenburg unter neun Prozent Im September lag die Quote bei 8,7 Prozent. Arbeitsminister Günter Baaske: "Die acht vor dem Komma ist eine historische Nachricht für das Land Brandenburg. Vor zehn Jahren lag die Quote noch bei 20 Prozent. Trotz dieses deutlichen Rückgangs ist die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Westen immer noch zu hoch. Der Abbau der Arbeitslosigkeit bleibt ein vorrangiges Ziel der Landesregierung."

Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit waren im September in Brandenburg 115.422 Arbeitslose gemeldet, darunter 53.584 Frauen. Das sind 7.392 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr. 50.797 Menschen in Brandenburg waren länger als ein Jahr ohne Arbeit und zählen damit zu den Langzeitarbeitslosen, das sind 2.667 weniger als vor einem Jahr. Im Juli hatten 795.100 Brandenburgerinnen und Brandenburger eine sozialversicherungspflichtige Arbeit, 10.700 mehr als vor einem Jahr. Es gab 13.210 unbesetzte Arbeitsstellen, davon 2.359 für Teilzeitarbeit.

Baaske: "Vor allem Langzeitarbeitslose brauchen weiterhin besondere Unterstützung. Sie profitieren kaum vom Aufschwung am Arbeitsmarkt. Um Langzeitarbeitslosigkeit wirksam bekämpfen zu können, brauchen wir öffentliche Beschäftigung. Dafür werde ich mich auch künftig auf Landes- und Bundesebene einsetzen. Der Grundsatz ‚Arbeit statt Arbeitslosigkeit‘ zu finanzieren, ist und bleibt richtig."

Als notwendig erachtet Baaske auch, eine noch bessere Vorbereitung junger Menschen schon in der Schule zur Berufsorientierung. Baaske: "Dadurch kann es gelingen, die noch immer hohe Zahl der Ausbildungsabbrecher und -wechsler zu verringern".

In Brandenburg sind 46.291 arbeitslos gemeldete Menschen 50 Jahre und älter. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich ihre Zahl um 927 Frauen und Männer verringert. Die Zahl der schwerbehinderten Arbeitslosen sank um 0,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf 6.183.

Quelle: PM des Ministerium für Arbeit, Soziales, Frauen und Familie des Landes Brandenburg