Neuer Manteltarifvertrag für Metall- und Elektroindustrie in Sachsen

Neuer Manteltarifvertrag sowie Ost-West-Angleichung beim Weihnachtsgeld in der sächsichen Metall- und Elektroindustrie

Neuer Manteltarifvertrag für Metall- und Elektroindustrie in Sachsen Die IG Metall Bezirksleitung Berlin-Brandenburg-Sachsen hat mit dem Verband der Sächsischen Metall- und Elektroindustrie e. V. (VSME) für die Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie in Sachsen einen neuen einheitlichen Manteltarifvertrag (EMTV) vereinbart. Dieser hebt die Trennung zwischen Arbeitern und Angestellten auf und legt moderne Regelungen über die Arbeitsbedingungen, z.B. Urlaubsdauer, Probezeiten, Flexibilisierung, Zuschläge sowie Kündigungsfristen fest. Zugleich wurde die Anhebung der Jahres-Sonderzahlung an das Westniveau vereinbart. Der Vertrag tritt ab diesem Oktober in Kraft. Demnach erhöht sich bereits in diesem Jahr das anteilige 13. Monatseinkommen von 50 auf 55 Prozent des Monatsverdienstes nach 3 Jahren Betriebszugehörigkeit. Die Laufzeit dieser Vereinbarung und der Wochenarbeitszeit von 38 Stunden pro Woche im EMTV gelten bis zum Juni 2018.

Die IG Metall-Tarifkommission stimmte dem Verhandlungsergebnis am Dienstag in Dresden zu.

Olivier Höbel, Bezirksleiter der IG Metall Berlin-Brandenburg-Sachsen, äußerte sich angesichts der jahrelangen Gespräche und Verhandlungen über das komplexe Tarifergebnis zufrieden: "Es ist uns gemeinsam gelungen, die komplexen Tarifthemen vor Beginn der bevorstehenden Tarifrunde zu lösen. Mit der Angleichung an das Westniveau beim Weihnachtsgeld haben wir einen wichtigen Meilenstein vereinbart. Damit schaffen wir Sicherheit und Klarheit für die Beschäftigten und Betriebe, somit eine langfristig gute Perspektive tariflicher Standards in Sachsen", sagte Höbel.

Quelle: IG Metall Bezirk Berlin-Brandenburg-Sachsen