Mehr Sicherheit für sächsische Handwerksbetriebe

Strategiepapier für ein sicheres Handwerk der sächsische Polizei und der Handwerkskammer Dresden

Innenminister Markus Ulbig hat noch einmal betont, wie wichtig Sicherheitsfragen für die Entwicklung des sächsischen Handwerks sind. Die sächsische Polizei hat mit der Handwerkskammer Dresden ein Strategiepapier für ein sicheres Handwerk entwickelt.

Innenminister Markus Ulbig: "Sicherheit ist ein wichtiger Standortfaktor für die länderverbindende Region in der Mitte Europas. Die Polizei arbeitet zusammen mit Handwerksbetrieben für die Sicherheit."

Das Strategiepapier sieht u. a. folgende Maßnahmen vor:

Gemeinsame Informationsveranstaltungen
Polizei, Justiz, Kommunen, Versicherungsunternehmen, Handwerkskammer und interessierte Bürger tauschen sich über die Sicherheitslage in der jeweiligen Region und geeignete Präventionsmaßnahmen aus. Diese Veranstaltungen finden häufig als Sicherheitsstammtische statt.

Gemeinsame Besuche von Betrieben
Die beteiligten Partner besuchen Betriebe, die bereits von einem Diebstahl betroffen waren oder gefährdet sind. Dabei geht es um Präventionstipps vor Ort. So fanden beispielsweise im Bereich der Polizeidirektion Dresden bis zum Ende des ersten Quartals 2014 56 Beratungen in Handwerksbetrieben statt.

Polizeiliche Maßnahmen
Die sächsische Polizei setzt verstärkt auf den Einsatz von Bürgerpolizisten. Diese sollen Sicherheitslücken erkennen und Unternehmen vor Ort beraten.
Darüber hinaus hat die sächsische Polizei die Zusammenarbeit mit der tschechischen und polnischen Polizei in den letzten Monaten nochmals intensiviert. Sie setzt insbesondere auf Gemeinsame Ermittlungsgruppen sowie Gemeinsame Streifen.

Die Polizeidirektionen setzen diese Vereinbarung gemeinsam mit den Handwerksbetrieben vor Ort schrittweise um.

Das Konzept setzt auf eine langfristige Zusammenarbeit.

In den Polizeidirektionen Görlitz und Dresden, die zum Zuständigkeitsbereich der Handwerkskammer Dresden gehören, hat sich die Eigentumskriminalität in den letzten Monaten unterschiedlich entwickelt. Während die Diebstahlsdelikte in der Polizeidirektion Dresden im ersten Halbjahr 2013 um 2,2 Prozent zurückgegangen sind, stiegen diese im Bereich der Polizeidirektion Görlitz um 5,9 Prozent.

Nachhaltige Erfolge lassen sich nur dann erzielen, wenn sich auch zukünftig alle Partner mit ihren jeweiligen Möglichkeiten für die Sicherheit einsetzen.

Quelle: SMI - Sächsisches Staatsministerium des Innern