Forschung zur Energiespeicherung verstärken

Minister Christoffers würdigt beim Energietag in Cottbus die Forschungsaktivitäten der BTU

Bei seinem Besuch des Brandenburger Energietages hat Wirtschafts- und Europaminister Ralf Christoffers die Notwendigkeit der Forschung im Bereich der Speichertechnologien hervorgehoben.

"In der letzten Zeit sind mehrere Speicherprojekte in Brandenburg auf den Weg gebracht worden, die seitens des Ministeriums für Wirtschafts- und Europaangelegenheiten im Rahmen der Speicherinitiative unterstützt worden sind. Gleichwohl wird noch viel Forschungsarbeit notwendig sein, bis das Ziel erreicht ist, zuverlässig Strom aus Erneuerbaren Energien jederzeit bereitzustellen. Dazu leisten das Wasserstoff-Forschungszentrum und das Forschungsprojekt e-SolCar der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg einen wichtigen Beitrag", sagte der Minister heute.

Mit der Speicherinitiative will das Ministerium die Erprobung von Speichertechnologien vorantreiben. Im Rahmen dieser Initiative hat Brandenburg bislang drei Projekte unterstützt: die Batteriespeicher in Alt Daber bei Wittstock, in Neuhardenberg sowie im Energiedorf Feldheim.

Minister Christoffers erläuterte vor mehr als mehr als 400 Gästen aus Wirtschaft und Wissenschaft auch seine Forderung nach einem bundesweiten Energiewendekonzept.

"Die Energiewende in Deutschland ist nicht zum Nulltarif zu haben. Die Investitionskosten für den Ausbau der Erneuerbaren Energien und der dafür notwendigen Netzinfrastruktur müssen sozial und überregional gerecht umgelegt und verteilt werden. Die jüngst beschlossene Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes war nur ein erster Schritt. Das Bundeswirtschaftsministerium hat bis 2015 einen Masterplan für die Energiewende in Deutschland angekündigt. Ich befürchte jedoch, dass die Zeit nicht reicht, um ein derart komplexes Vorhaben umzusetzen", sagte der Minister.

Vom Bund werde noch immer ignoriert, dass die Belastungen der Energiewende schon jetzt ungleich verteilt sind, sagte Christoffers. "Regionen, die den Ausbau der Erneuerbaren Energien ernst nehmen, bleiben auf den Kosten des Netzausbaus sitzen. Die Verbraucher zahlen hier deutlich höhere Netznutzungsentgelte als dort, wo weniger Stromleitungen ausgebaut werden. Das bedeutet auch einen Standortnachteil für die heimische Wirtschaft. Bedauerlicherweise haben wir mit unserer Bundesratsinitiative vor etwa zwei Jahren keine Mehrheit bekommen."

Christoffers kündigte an, dass die Landesregierung im Falle einer Neuauflage der jetzigen Koalition für die gerechte Verteilung der Netzausbaukosten in Deutschland in Zusammenarbeit mit den anderen ostdeutschen Ländern erneut initiativ werde.

Quelle: Ministerium für Wirtschaft und Europaangelegenheiten des Landes Brandenburg