Entgelttarifverträge Sicherheitswirtschaft allgemeinverbindlich

BMAS erklärt Entgelttarifverträge für das Wach- und Sicherheitsgewerbe Berlin und Brandenburg allgemeinverbindlich

Mit einem Schreiben an die Tarifvertragsparteien ver.di und Bundesverband der Sicherheitswirtschaft (BDSW) hat das BMAS mitgeteilt, dass die Entgelttarifverträge für das Wach- und Sicherheitsgewerbe Berlin und Brandenburg für allgemeinverbindlich erklärt worden sind. Die Veröffentlichung erfolgt in den nächsten Ausgaben des Bundesanzeigers.

Damit erhalten alle Beschäftigten in Berlin und Brandenburg, egal ob ihr Sicherheitsunternehmen Verbandsunternehmen ist oder nicht, die von ver.di tarifierten Entgelte, Zeitzuschläge Urlaubsansprüche usw., ggf. auch rückwirkend ab dem 01. Juli 2014.

Die Stundenlöhne im Sicherheitsgewerbe z.B. in der untersten Entgeltgruppe steigen ab dem 01. Juli 2014 von € 7,50 auf € 8,15, ab dem 01. Januar 2015 auf € 8,60 und ab dem 01. Januar 2016 auf € 9,00. Weiterhin gibt es ab dem 01. Januar 2015 eine Erhöhung des Urlaubsanspruchs um zwei Tage.

"Dies ist ein großer Erfolg, den wir für die Beschäftigten der Sicherheitsbranche erreicht haben. Mit der Allgemeinverbindlichkeitserklärung wird das Lohndumping erheblich eingeschränkt", so Jürgen Stahl, ver.di Bundesfachgruppenleiter der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft und führt weiter aus: "Sollten dennoch Unternehmen nicht den für allgemeinverbindlich erklärten tariflichen Lohn zahlen oder andere Bedingungen des Tarifvertrages nicht umsetzen, sollten sich die Beschäftigten an die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft - ver.di oder direkt an die Hauptzollämter wenden."

Quelle: ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft Bundesvorstand