Eindämmung des Eisenhydroxids in der Spree

Pro Lausitz begrüßt entschiedenes Vorgehen gegen braune Spree

Der Verein Pro Lausitzer Braunkohle begrüßt die jüngsten Aktivitäten zur Eindämmung des Eisenhydroxids in der Spree. Bei einem Baustellen-Besuch ließen LMBV und LUGV keinen Zweifel, dass trotz der Sanierung der Talsperre Spremberg keine erhöhten Eisenhydroxidfrachten nach Cottbus fließen.

"Wir freuen uns, mit welcher Entschiedenheit an dieser Stelle gegen das Eisenocker vorgegangen wird", betonte Wolfgang Rupieper, Vorsitzender des Vereins Pro Lausitzer Braunkohle. Mit gleicher Entschlossenheit müssten nun auch am Oberlauf der Spree Maßnahmen auf den Weg gebracht werden, forderte er. Zugleich kritisierte Rupiper das zunehmend verzweifelt wirkende Spektakel von Greenpeace in Berlin.

Aufgrund von Hohlräumen in der Staumauer der Talsperre Spremberg wurde eine Sanierung erforderlich. Um diese Sanierung durchführen zu können, musste der Wasserspeigel im Stausee für die Zeit der Maßnahme bis zum Jahresende deutlich gesenkt werden. Das wiederum hat zur Folge, dass das Wasser der Spree schneller den Stausee passiert und sich weniger Eisenhydroxid am Seegrund absetzen kann. Bislang wirkt der Stausee mit seinem riesigen Fassungsvermögen als sicheres Absatzbecken für das im Spreewasser mitgeführte Eisen, so dass die Spree den Stausee mit unbedenklicher Eisenhydroxidkonzentration verlässt und durch Cottbus Richtung Spreewald fließt.

Für das Brandenburger Landesamt für Umwelt Gesundheit und Verbraucherschutz (LUGV) war entscheidend, auch während der Sanierungsarbeiten sicher zu stellen, dass kein braun gefärbtes Wasser nach Cottbus fließt. In mehreren Expertenrunden wurde beschlossen, der Herausforderung mit zwei speziellen Aufbereitungsanlagen Herr zu werden. Dabei werde der Spree zum einen im Vorfeld des Vorstaubeckens eine Kalkmilch und zum anderen direkt am Vorstaubecken ein Flockungsmittel zugegeben. Beides zusammen bindet das Eisenhydroxid und sorgt dafür, dass es sich schneller am Grund von Vorstaubecken und Stausee absetzt. Ausgeführt werden die Maßnahmen unter der Regie des Lausitzer Sanierungsexperten, der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbauverwaltungs-Gesellschaft (LMBV).

Bereits weniger Tage nach Beginn der Sanierungsarbeiten an der Staumauer zeigten sich von der Brandenburger Umweltministerin Anita Tack bis hin zu Dr. Klaus Freytag, Präsident des Landesbergamtes LBGR, alle Experten erfreut über das Wirken der Maßnahmen. "Die Messwerte zeigen, dass wir die Sache beherrschen", berichtete Uli Uhlig, Planer der Anlagen an den Vorsperren der Talsperre. Auch Volkmar Zarach, Projektleiter der LMBV, zeigt sich bereits nach den ersten Ergebnissen überzeugt, dass kein braun gefärbtes Wasser über den Stausee hinaus Richtung Cottbus fließen werde. Vor den Aufbereitungsanlagen weiße das Spreewasser noch eine Eisen-Konzentration von 4 bis 5 Milligramm pro Liter auf. Danach würden noch 1,5 Milligramm gemessen. Zu einer sichtbaren Braunfärbung komme es dann, wenn die Konzentration die Zwei-Milligramm-Grenze deutlich überschreite.

"Angesichts dieser Ergebnisse wirken die Aktionen von Greenpeace zunehmend verzweifelt", betonte Vereinsvorsitzender Rupieper. Genau an dem Tag, an dem alle Medien über die erfolgreiche Arbeit von Landespolitik und Sanierern berichten, kippt Greenpeace braunen Schlamm vors rote Rathaus in Berlin. "Manchmal kann man sich des Eindrucks kaum erwehren, die selbsternannten Umweltschützer aus Hamburg bedauern, dass die Lausitz ihre Probleme in den Griff bekommt", so Rupieper.

Quellen:

  • "Talsperren-Sanierung mit Eisenocker-Bremse", Lausitzer Rundschau, 19.8.2014
  • "Sanierung soll Spremberger Talsperre stabilisieren", Märkische Allgemeine, 19.8.2014

Quelle: Pro Lausitzer Braunkohle e.V.