Ökologischer Landbau - was, wie, warum?

Neue Broschüre mit Verbraucherinfos zur ökologischen Landwirtschaft

Broschüre Ökologischer Landbau Das Landwirtschaftsministerium hat eine neue Broschüre zum Ökolandbau veröffentlicht. Das Heft "Ökologischer Landbau - was, wie, warum?" gibt den Verbrauchern einen Überblick über die Grundsätze, die für die Produktion von ökologischen Erzeugnissen gelten. "Immer mehr Verbraucher greifen zu Produkten aus der ökologischen Landwirtschaft", sagt Landwirtschaftsminister Frank Kupfer. "Wir wollen mit der Broschüre darüber informieren, wofür ökologischer Landbau steht und wie jeder nachprüfen kann, ob die Produkte tatsächlich ökologisch hergestellt wurden."

Das Heft beantwortet die Fragen, was ökologische Landwirtschaft ist und worauf die Landwirte achten müssen. Der Leser erfährt, dass die EU-Öko-Basisverordnung die Produktionsstandards für ökologische Lebensmittel regelt - angefangen von der Produktion über die Verarbeitung bis zum Vertrieb. Informationen gibt es auch zu den Vorgaben bei der Kennzeichnung von Öko-Lebensmitteln. Dabei muss das EU-Bio-Logo verwendet werden. Neben diesem dürfen bei der Kennzeichnung auch das deutsche staatliche Bio-Siegel oder die Logos der derzeit neun Anbauverbände eingesetzt werden, sobald die entsprechenden Vorgaben erfüllt werden.

Die Broschüre erläutert außerdem die Funktionsweise des Öko-Kontrollsystems in Deutschland. So überprüfen zugelassene Kontrollstellen mindestens einmal im Jahr bei jedem Öko-Betrieb, ob die vorgeschriebenen Regelungen bei Anbau, Produktion, Verarbeitung und Vertrieb eingehalten werden. Das Heft zeigt schließlich auch, wo man Bio-Lebensmittel kaufen kann und dass sich die ökologische Landwirtschaft in Sachsen in den vergangenen Jahren sehr gut entwickelt hat.

In Sachsen bewirtschaften zurzeit 506 Ökobetriebe eine Fläche von 36 192 Hektar. Zusammen mit den 334 Firmen, die in Sachsen Ökolebensmittel verarbeiten und verkaufen, sind im Ökosektor 840 Unternehmen tätig.

"Mir ist wichtig, dass die Nachfrage nach Öko-Produkten durch sächsische Landwirte gedeckt wird", sagt der Minister. "Wir werden daher den ökologischen Landbau auch in Zukunft mit Flächenprämien unterstützen. Das gilt sowohl für die Umstellungs- als auch für die Beibehaltungsphase." Für die neue EU-Förderperiode sind ab 2015 jährliche Förderungen auf Acker- und Grünlandflächen von 230 Euro je Hektar, auf Gemüseanbauflächen von 413 Euro je Hektar und auf Flächen mit Dauer-, Obst- oder Baumschulkulturen von 890 Euro je Hektar vorgesehen. "Den Vergleich mit den anderen Bundesländern müssen wir dabei nicht scheuen", so Kupfer.

Die Broschüre "Ökologischer Landbau - was, wie, warum?" kann ab sofort im Internet unter www.publikationen.sachsen.de kostenfrei bestellt und heruntergeladen werden. Sie ist außerdem erhältlich beim Zentralen Broschürenversand der Sächsischen Staatsregierung, Hammerweg 30, 01127 Dresden, Telefon 0351/2103671, E-Mail: publikationen@sachsen.de.

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Quelle: SMUL - Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft