Stanislaw Tillich besucht Oberlausitz-Kliniken in Bautzen

Gemeinsam mit dem Bundesminister für Verkehr und digitale lnfrastruktur, Alexander Dobrindt, hat Ministerpräsident Stanislaw Tillich am Montag die Oberlausitz-Kliniken in Bautzen besucht. Im Mittelpunkt stand dabei der Ausbau der digitalen lnfrastruktur und deren Nutzung für die Telemedizin.

Tillich machte in dem Zusammenhang deutlich, dass die Digitalisierung ein Schwerpunktthema für die kommenden Jahre werden wird. "Wir begrüßen, dass die Bundesregierung eine Digitale Agenda vorgelegt hat. Leider wurden dabei die Länder, aber auch externe Akteure - Unternehmen, Wissenschaftler, Bürger - nicht mit eingebunden." Am 20. August soll das Bundeskabinett über den Entwurf der Digitalen Agenda beraten. Der Ministerpräsident erwartet, dass für die Konkretisierung und Umsetzung der Agenda die Länder mit eingebunden werden: "Sachsen hat gerade im Bereich der Telemedizin großen Sachverstand und vielfältige Erfahrungen. Es geht uns darum, aus Pilotvorhaben heraus in die Fläche und zu Regelanwendungen zu kommen. Das wollen wir gemeinsam mit dem Bund schaffen. Gerade für die Herausforderungen des demografischen Wandels gibt es gute sächsische Lösungsansätze", fügte er mit Blick auf Telemedizinprojekte wie in Bautzen hinzu.

Am Entwurf der Digitalen Agenda des Bundes kritisiert Sachsen, dass die Mikroelektronik nicht ausreichend beachtet wurde. Tillich: "In 'Silicon Saxony' werden die Chips hergestellt, ohne die die Digitalisierung nicht funktionieren würde. Es ist wichtig, dass wir zu einer europäischen Strategie kommen, um technologische Führerschaft und Unabhängigkeit in diesem Bereich zu erhalten. Das sollte sich auch in einer Digitalen Agenda des Bundes widerspiegeln."

Tillich will für Sachsen zugleich eine eigene Digitale Agenda entwickeln: "lch habe den Auftrag gegeben, eine solche Agenda vorzubereiten. Die neue Landesregierung sollte sie dann schnellstmöglich beschließen, damit Sachsen sowohl bei den Technologien als auch bei deren Anwendung eine Führungsposition einnimmt."

Bei der Erarbeitung der Digitalen Agenda Sachsen setzt der Freistaat auch auf neue Beteiligungsformate sowie Anregungen und Erfahrungen aus Forschung und Praxis: "Die vielen Tüftler und Wissenschaftler, die innovativen Unternehmen, Anwender und Kreativen in Sachsen können uns gut sagen, was wir im Freistaat für eine erfolgreiche Digitalisierung brauchen. Auf sie werden wir hören", betonte Tillich.

Quelle: SSK - Sächsische Staatskanzlei