IBA meets IBA trifft Großräschener Stadtplanung

Ausstellungserweiterung im Haus 2 an den IBA Terrassen Großräschen

Die erfolgreiche Ausstellung "IBA trifft IBA" im Haus 2 an den IBA Terrassen wurde durch einen neuen Ausstellungsbereich zur Entwicklung des Großräschener Sees und des Stadthafens erweitert. Verschiedene Informationstafeln des Architektenbüros Joswig geben einen Ausblick auf die zukünftige Erscheinung des Hafens und des Sees. Dabei sind aktuelle Fotos dem Planungsstand gegenübergestellt und können so direkt verglichen werden. Auch Erinnernswertes wird gezeigt. Neben Bildern aus den verschwunden Ortsteilen Großräschen Süd und Bückgen kann man in einer Luftaufnahme sehen, wie 1997 der Bagger den Großräschener Hafen formte.

Thomas Zenker: "Mein Lieblingsstück der Ausstellung ist der Schwarzplan, der die verschwundenen Ortsteile und den Uferverlauf des Großräschener Sees übereinanderlegt. Die Erarbeitung war sehr aufwendig, aber das Ergebnis beantwortet die Fragen, die viele Besucher der Ausstellung stellen."

Die Ausstellung "IBA meets IBA", gewährt einen tiefgründigen Einblick in den 100-jährigen Erfahrungsschatz verschiedener Internationaler Bauausstellungen. Sie wird von Besuchern und Reisegruppen intensiv genutzt und das Feedback der Reiseführer, Reiseveranstalter und Ausstellungsbetreuer hat zur Erweiterung der Ausstellung angeregt.

Neben einem atemberaubenden Blick in die ehemalige Tagebaulandschaft und den in Flutung befindlichen Großräschener See bekommt der interessierte Besucher an den IBA-Terrassen wichtige Informationen über den Landschaftswandel im Lausitzer Seenland und kann sich einen Überblick über aktuelle touristische und kulturelle Angebote verschaffen. Im Seehotel und im Cafe an den IBA-Terrassen wird eine umfangreiche Speisenauswahl geboten. Auch ein Spaziergang durch die Allee der Steine und auf die Victoriahöhe ist empfehlenswert.

IBA meets IBA

Im Zeitraum eines Jahrhunderts haben sich Internationale Bauausstellungen zu einem zukunftsfähigen Experimentierfeld des Städtebaus und damit auch zu einem besonderen "Markenzeichen" der Planungs- und Baukultur in Deutschland entwickelt. Die 2007 in Kooperation mit dem M:AI Museum für Architektur und Ingenieurkunst NRW entwickelte Wanderausstellung "IBA meets IBA" gibt erstmals eine Gesamtschau der über hundertjährigen Tradition Internationaler Bauausstellungen in Deutschland sowie eine Vorstellung aktuell laufender Bauausstellungen. Gezeigt wird unter anderem ein Modell der ersten IBA, die 1901 auf der Mathildenhöhe in Darmstadt stattgefunden hat. Ziel der Ausstellung ist es, die Auseinandersetzung mit dem mehr als hundertjährigen Erfahrungsschatz von IBAs ins Bewusstsein zu heben, zeitgemäß weiterzuentwickeln und für all jene verfügbar zu machen, die für komplexe räumliche Strategien Orientierung suchen. So zeigt die Retrospektive die Besonderheiten des Stadtentwicklungsprogramms IBA und gibt Antworten auf die Fragen: Was ist eigentlich eine IBA und was kann eine IBA erreichen? Welchen Aufgaben müssen sich Internationale Bauausstellungen heute stellen?
Nach Stationen unter anderem in Hamburg, Basel, Frankfurt, Magdeburg, Berlin und Heidelberg ist die Ausstellung seit diesem Jahr dauerhaft in den IBA Terrassen in Großräschen stationiert.

Quelle: Stadt Großräschen