Cottbus rüstet sich gegen Verockerung seiner Parklandschaften

Wasserrechtliche Erlaubnisse für Tagebaue müssen überprüft werden

Branitzer Park Die Landtagsabgeordnete von Bündnis 90/ Die Grünen für die Lausitz und bergrechtspolitische Sprecherin der bündnisgrünen Fraktion im Brandenburger Landtag erklärt zum den heute bekanntgebenden Schutzmaßnahmen für Cottbuser Parkanlagen:

Es wird immer deutlicher: die negativen Folgeerscheinungen durch den jahrzehntelagen Intensiv-Bergbau in der Lausitz werden nahezu unbeherrschbar. Die Kosten werden dabei der Allgemeinheit aufgebürdet. Das Land Brandenburg sollte daher dringend prüfen, ob die wasserrechtlichen Erlaubnisse für die derzeit aktiven Tagebaue im Hinblick auf die Einleitung von mit Eisenocker belastetem Wasser verschärft werden können. Damit würden wenigstens für die Zukunft weitere Einträge eingedämmt.

Es ist zudem unverantwortlich heutzutage noch die neuen Tagebaue Nochten, Welzow und Jänschwälde aufzuschließen und zu hoffen, dass nichts Dramatisches passiert. Das Beispiel aus Cottbus zeigt: bricht nur ein Baustein weg - wie aktuell die nötige Sanierung der Talsperre Spremberg - kommen auf die betroffenen Regionen ungeahnte Probleme zu. Laut Experten ist der Höhepunkt der Belastung der Spree mit dem Eisenocker erst in zwei bis drei Jahren zu erwarten. Insgesamt soll die Verockerung der Gewässer in der Lausitz noch bis zu hundert Jahren dauern.

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Information der Stadt Cottbus: "Schutzmaßnahmen für den Branitzer Park, Tierpark und Spreeauenpark im Zusammenhang mit der Sanierung der Talsperre Spremberg"

Quelle: Sabine Niels - MdL Brandenburg