Startseite » Nachrichten » 60.000 Stellen in Sachsen durch Mindestlohn bedroht

60.000 Stellen in Sachsen durch Mindestlohn bedroht

Laut Ifo-Institut bis zu 60.000 Arbeitsplätze in Sachsen durch flächendeckenden Mindestlohn bedroht

Gut einen Monat nach Beschlussfassung über einen ab 1. Januar 2015 geltenden, einheitlichen gesetzlichen Mindestlohn hat Staatsminister Sven Morlok (FDP) heute eine vom SMWA beauftragte Studie des ifo-Instituts vorgestellt, die die Auswirkungen regionalisiert darstellt. Das ifo-Institut hat ermittelt, dass sachsenweit zwischen 30.000 und 60.000 Arbeitsplätze unmittelbar durch den gesetzlichen Mindestlohn der Bundesregierung bedroht sind.

Staatsminister Sven Morlok: "Das Gutachten bestätigt die mehrfach geäußerte Befürchtung, dass der Mindestlohn vor allem den Osten trifft - und hier besonders die grenznahen Regionen. Er gefährdet die wirtschaftliche Grundlage für viele Güter und Dienstleistungen des täglichen Bedarfs im ländlichen Raum. Eine besondere Betroffenheit wird es bei Bäckern, Fleischern, dem familiengeführten Einzelhandel, Gaststätten und im Beherbungsgewerbe geben. Für viele kleinere Unternehmen bringt das Mindestlohngesetz der Bundesregierung ganz erhebliche Herausforderungen und ein deutliches Mehr an Bürokratie."

Laut dem ifo-Gutachten sind besonders die Landkreise Erzgebirgskreis, Sächsische Schweiz-Osterzgebirge und Bautzen betroffen. Außerdem ermittelten die Forscher, dass Arbeitsplätze von Personen unter 25 Jahren, von Ungelernten und Mitarbeitern in der Gastronomie und anderen Dienstleistungsbereichen am stärksten gefährdet sind.

Wirtschaftsminister Morlok nimmt die erkennbaren Probleme, die mit der Einführung des Mindestlohns verbunden sind, sehr ernst: "Wir werden nicht tatenlos zusehen. Ich habe in meinem Ministerium eine abteilungsübergreifende Steuerungsgruppe eingerichtet, die Maßnahmen und Instrumente zum Gegensteuern erarbeiten wird. Ebenso werden wir kurzfristig einen neutralen Gutachter beauftragen, damit er die Entwicklungen auf dem sächsischen Arbeitsmarkt unter den Gesichtspunkten des Mindestlohnes bewertet, uns Hinweise bei Verwerfungen gibt und die Steuerungsgruppe unterstützt. Bei Unternehmen, die Investitionsförderung erhalten haben und unmittelbar durch den Mindestlohn betroffen sind, werden wir unsere Ermessensspielräume nutzen, wenn sich Arbeitsplatzzusagen nicht sofort einhalten lassen. Bei der Förderung von Weiterbildung und Mittelstand werden wir reagieren, wenn die befürchteten Entwicklungen Realität werden sollten."

Quelle: SMWA - Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr

Firma o. Unterkunft kostenfrei eintragen

Tags:
Mindestlohn, Sachsen
Datum:
Montag, 18. August 2014, 14:54 Uhr
Kommentare zu "60.000 Stellen in Sachsen durch Mindestlohn bedroht"
Weihnachtsmärkte in der Lausitz
NachrichtensucheNachrichten durchsuchen
Tischlerei Matthias Zachow

Tischlerei Matthias Zachow*

Kolkwitz OT Papitz - Unsere Bau- und Möbeltischlerei bietet traditionelle Qualitätsarbeit kombiniert mit moderen Bau- und Wohnstil. Neben handwerklichem Können verbunden mit...

Firmenprofil anzeigen

*Premium Business Eintrag

Das könnte Sie auch interessieren.

Montag, 18. Dezember 2017, 13:27
Ankommen in Brandenburg

Freitag, 15. Dezember 2017, 15:56
Richtfest Integrationswerkstatt Lauchhammer

Donnerstag, 14. Dezember 2017, 11:43
Mehr Erwerbstätige in Berlin und Brandenburg

Dienstag, 12. Dezember 2017, 14:14
Rückkehrerbörse in Zittau

Freitag, 8. Dezember 2017, 10:48
Asklepios Fachklinikum Lübben besteikt

Donnerstag, 7. Dezember 2017, 10:29
Rückkehrer-Tag in Weißwasser

Donnerstag, 7. Dezember 2017, 08:57
Tarifabschluss für Gebäudereiniger-Handwerk

Freitag, 1. Dezember 2017, 09:28
Brandenburger Ausbildungsjahres 2016/17

Donnerstag, 30. November 2017, 13:47
Arbeitsmarkt November 2017 in Spree-Neiße

Donnerstag, 30. November 2017, 12:01
Brandenburger Arbeitsmarkt November 2017