Wirtschaftliche Perspektiven in der Region Dresden bis 2020

Informationsveranstaltung zu den wirtschaftliche Perspektiven in der Region Dresden

Die regionale und landesweite Wirtschaft ist stark, droht aber durch die Bundespolitik geschwächt zu werden - das betonte Staatsminister Sven Morlok im Rahmen der Informationsveranstaltung "Wirtschaftliche Perspektiven in der Region Dresden bis 2020".

"Sachsen hat 2013 die höchste Wirtschaftsleistung aller ostdeutschen Flächenländer erzielt", erklärte Morlok. "In den vergangenen fünf Jahren ist der Anteil der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten um rund sechs Prozent gestiegen, und noch nie seit der Wiedervereinigung war die Arbeitslosenquote niedriger als jetzt. Einen großen Anteil daran haben die mittelständischen Unternehmen. Sie sind Rückgrat und Motor der sächsischen Wirtschaft."

Gemeinsam mit Dirk Hilbert, Erster Bürgermeister der Stadt Dresden, Matthias Lütkemeier, Geschäftsführer der Essel Deutschland GmbH & Co. KG, sowie Vertretern aus Politik und Wirtschaft diskutierte der Staatsminister über Fördermöglichkeiten für die regionale Wirtschaft in den kommenden Jahren und vergangene Projekte.

Mit Blick auf den Mikroelektronik-Standort Dresden erwähnte Staatsminister Morlok das Europäische Mikroelektronik-Förderprogramm ECSEL: "Dresden ist einer der wichtigsten europäischen Mikroelektronik-Standorte mit einem enormen Potenzial. Damit das so bleibt, stellt der Freistaat rund 200 Millionen Euro für entsprechende Projekte und Pilotlinien in Sachsen bereit. Gemeinsam mit Mitteln von Bund, EU und der Privatwirtschaft können so bis zu 1,6 Milliarden Euro mobilisiert werden - davon wird ganz sicher auch die Region Dresden profitieren."

Staatsminister Morlok kritisierte aber auch die aktuelle Politik der Bundesregierung:

"Mit der Entscheidung für den Mindestlohn wird künftig nicht mehr die Arbeit gefördert, sondern die Arbeitslosigkeit, und davon wird insbesondere der Osten Deutschlands betroffen sein. Auch die enormen Kosten der Rente mit 63 gefährdet für die Wettbewerbsfähigkeit des Freistaates. Dieses Geld wäre besser in die Verkehrs-Infrastruktur oder andere Bereiche investiert worden, um nachhaltig den Standort Deutschland zu stärken. Die Staatsregierung hat sich in den vergangenen Jahren verstärkt für die Entbürokratisierung sowie die Stärkung des Investitionsstandortes und der Wettbewerbsfähigkeit Sachsens eingesetzt. Und wir werden uns auch weiterhin dafür einsetzen, dass Bürger und Unternehmer die dafür notwendigen Freiheiten besitzen."

Hintergrund:

Im Mai 2014 hat die EU-Kommission nach über zweijährigem Verhandlungsprozess zwischen Bund, Ländern, EU-Kommission und Vertretern der Zivilgesellschaft die deutsche Partnerschaftsvereinbarung als nationale Strategie zum Einsatz der europäischen Struktur- und Investitionsfonds für die Förderperiode 2014 bis 2012 genehmigt.

Quelle: SMWA - Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr