Integration durch Leistung - Vertriebene, Spätaussiedler und Zuwanderer als Unternehmer in Sachsen

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Sachsenweite Ausstellung "Integration durch Leistung" in Dresden eröffnet

Als Schirmherr eröffnete Staatsminister Markus Ulbig am 14. Juli die neue sachsenweite Ausstellung "Integration durch Leistung - Vertriebene, Spätaussiedler und Zuwanderer als Unternehmer in Sachsen" im Foyer des Sächsischen Staatsministeriums des Innern. Dort wird sie bis Ende August 2014 gezeigt.

Die Ausstellung entstand in Trägerschaft des Schlesisch-Oberlausitzer Museumsverbundes mit dem Landkreis Görlitz und der Stadt Reichenbach/O.L. in Kooperation mit dem Landesverband der Vertriebenen und Spätaussiedler im Freistaat Sachsen/Schlesische Lausitz e.V., der Stiftung Erinnerung, Begegnung, Integration und dem Verein Erinnerung und Begegnung e.V.

Die Darstellung der gelungenen Integration von Flüchtlingen und Vertriebenen, Spätaussiedlern und aktuellen Zuwanderern in das Gebiet des heutigen Freistaates Sachsen zeichnet eine ganz eigene Wirtschafts- und Sozialgeschichte der vergangenen 70 Jahre nach. Die in den vergangenen zweieinhalb Jahren erstellte Ausstellung "Integration durch Leistung" spannt den Bogen von den Flüchtlingen und Vertriebenen am Ende des Zweiten Weltkrieges über die Spätaussiedler nach der friedlichen Revolution und der deutschen Wiedervereinigung 1989/90 bis hin zu aktuellen unternehmerischen Zuwanderern. Aus ihren Lebenswegen lassen sich wertvolle Erfahrungen ableiten, wie auch künftig die Integration von Zuwanderern in den Freistaat Sachsen gelingen kann. Sie zeigen zugleich unsere Verantwortung auf, wie wir in und als Sachsen dazu beitragen können.

Projektleiter und Kurator Thomas Napp hat mit Unterstützung aus der Wirtschaft, vor allem der Industrie- und Handelskammer Chemnitz und der Handwerkskammer Dresden, Zeitzeugen interviewt und deren Lebensgeschichten zusammen mit den historischen Hintergründen porträtiert.

Die 23 Schautafeln und drei Hörstationen mit Ausschnitten aus den Interviews geben somit erstmals einen eindrucksvollen Einblick in die jüngste Geschichte der Zuwanderung und Integration in den Freistaat Sachsen.

Zugleich erlaubt die Dokumentation der gelungenen Integration von Flüchtlingen und Vertriebenen, Spätaussiedlern und aktuellen Zuwanderern einen Ausblick auf den aktuellen und künftigen Umgang mit Zuwanderern im Freistaat Sachsen. Die vielfach beschworene Willkommenskultur soll dabei nicht nur Worthülse bleiben, sondern gelebtes Vorbild für uns Sachsen und nach Sachsen kommende Fachkräfte, Unternehmer und Wissenschaftler sein. Dabei kann uns das Wissen um unsere eigene Vergangenheit und Identität im Freistaat Sachsen und mit unseren Nachbarn in Polen und Tschechien, die ganz ähnliche Erfahrungen gemacht haben, ein guter Wegweiser und Gestalter für die Zukunft sein.

Die Ausstellung ist bis Ende August 2014 im Foyer des Sächsischen Staatsministeriums des Innern zu sehen und wird anschließend durch Schulen, Unternehmen und Interessenvertreter der Wirtschaft wandern. Zur Ausstellung ist eine Begleitpublikation entstanden, die die Tafeln nochmals zum Nachlesen zusammenfasst sowie weiterführende Informationen und Arbeitsblätter für den Geschichtsunterricht beinhaltet.

Informationen zur Ausstellung: Thomas Napp, Tel.: 035828 / 74350, E-Mail: t.napp@reichenbach-ol.de, web: http://www.migrationszentrum.de

Quelle: PM des Landratsamtes Görlitz