Fazit zum Unternehmermeeting in Lauchhammer

Unternehmermeeting in Lauchhammer bietet Plattform für Informationsaustausch

Zum Thema Brandschutz in Unternehmen hatte Bürgermeister Roland Pohlenz in die Stützpunkt-Feuerwehr Lauchhammer eingeladen. Stadtwehrführer Silvio Spiegel gab einen Überblick zur Einsatzbereitschaft der städtischen freiwilligen Feuerwehr. Mit 12 Fahrzeugen an vier Standorten, Lauchhammer-Mitte, -West, Grünewalde und Kostebrau, sind 65 Kameraden und Kameradinnen einsatzbereit.

In der Jugendfeuerwehr werden 60 Jungen und Mädchen für diese verantwortungsvolle Herausforderung geschult. Im vergangenen Jahr musste die Feuerwehr 125 mal in der Gemarkung Lauchhammer ausrücken.

Der stellvertretende Stadtwehrführer Peter Pertzsch ergänzte die Ausführungen zur Hilfepflicht in Gefahrensituationen sowie zur Pflicht jedes Unternehmens, erforderliche Maßnahmen des Brandschutzes durchzuführen. Für einen Beratungsbedarf wurde unter anderem auch der Landkreis als zuständige Dienststelle für den Bereich des vorbeugenden Brandschutzes empfohlen.

Vorort konnten sich die Gäste einen Überblick zur Einsatztechnik der Feuerwehr verschaffen. Unternehmer und Geschäftsführer nutzten wie immer die Möglichkeit, vom Bürgermeister Informationen zu aktuellen Themen in der Stadt zu erhalten.

Für das umstrittene Einkaufszentrum Ortrander Straße liegt die Baugenehmigung vor. Bestandteil ist ein umfassender städtebaulicher Vertrag, in dem Maßnahmen zum Lärmschutz, der Wasserproblematik und der Verkehrsführung mit einer zu realisierenden Linksabbiegespur durch den Investor zu erbringen sind. Als Baustart nannte Bürgermeister Roland Pohlenz den 23. Juli 2014. Das ursprünglich geplante Einkaufsareal an der Bushaltestelle D.-Heßmer-Platz ist allerdings vom Tisch. Hier denkt die Stadt grundsätzlich über neue Bebauungsmöglichkeiten nach.

Zum Sachstand Grubenteichsiedlung gab der Bürgermeister ausführliche Informationen. Bemühungen der LMBV seit 2007 diesen Wohnstandort zu erhalten, haben nicht zum Erfolg geführt. Jetzt kommt es darauf an, für die betroffenen Anwohner eine einvernehmliche Lösung für die Umsiedlung zu schaffen. Der Bürgermeister ging auch auf die bevorstehenden Sicherungsmaßnahmen der LMBV im Bereich der Zufahrt zum Gewerbestandort an der W.-Külz-Straße ein. Betroffene Unternehmer, wie Ralf Kemnitz von der K & K Transport GmbH und Helga Moldenhauer, Inhaberin einer Gebäudereinigungsfirma, fordern von der LMBV, dass die gewerbliche Tätigkeit keinen Einschränkungen während der geplanten Baumaßnahmen unterliegen dürfen.

Im Zuge der bergbaulichen Sanierungsmaßnahmen folgt das Stadtoberhaupt dem Bürgerwillen zum Erhalt des Wehlenteichs. Hier gab es im Vorfeld von Einwohnern, Naturschützern und Befürwortern eine Unterschriftensammlung für dieses Biotop.

Über weitere geplante Baumaßnahmen wurden die Anwesenden informiert.
Im Hinblick auf den zukünftigen Ausbau der B169, für die dann nur noch in Lauchhammer eine Haupteinfahrt am Klärwerk besteht, ist ein Fördermittelantrag zum Ausbau der Kreuzung am Marktkauf zu einem Kreisverkehr eingereicht worden.
Das Landesamt für Bauen und Verkehr hat bei einem Vororttermin vor wenigen Tagen die Bewilligung von Fördermitteln dazu in Aussicht gestellt.

Eine weitere bedeutende Baumaßnahme ist der geplante Ausbau der Naundorfer Straße. Hier sollen die vorbereitenden Planungen beginnen, wenn seitens der LMBV die Untersuchungen zur Errichtung eines Tiefbrunnenriegels im Straßenbaukörper abgeschlossen sind. Dazu will sich die LMBV noch in diesem Jahr verbindlich äußern. Wir wollen diese Straßenerneuerung unbedingt ab 2015 beginnen, so der Bürgermeister. „Diese Verkehrsader muss wieder uneingeschränkt nutzbar werden, gerade im Hinblick auf die geplante Vollsperrung der Ortrander Straße zur bergbaulichen Sanierung des angrenzenden Areals", erläuterte Bürgermeister Pohlenz. Auch für die von Radfahrern gern genutzte Brücke über den Hammergraben am Mittelweg sind Fördermittel beantragt worden. Dieses Bauwerk musste auf Grund bautechnischer Mängel vor geraumer Zeit gesperrt werden.
Im jährlichen Investitionsplan der Stadt soll auch zukünftig wieder der Ausbau von Anliegerstraßen Berücksichtigung finden.

Die Aufnahme in die ländliche Förderung bietet für Lauchhammer-Nord ein gutes Entwicklungspotenzial. Dies setzt jedoch einen Ortsteilstatus voraus, wozu sich mehr als 50 Prozent der Befragten im Rahmen einer Umfrage ausgesprochen haben.

Der Ortsteil Grünewalde ist die erste ländliche Region in Südbrandenburg, in der Unternehmen und Einwohnern eine schnelle Datenautobahn per Glasfaser in Kürze zur Verfügung steht.

Über das öffentlich zur Diskussion gestellte Integrierte Stadtentwicklungskonzept (INSEK 2030) informierte Bürgermeister Roland Pohlenz. Zu der daraus entstandenen Debatte von Betroffenen über den Erhalt und die Schließung von Grundschulstandorten erklärte das Stadtoberhaupt, dass es auch weiterhin Ziel ist, in den wohnortnahen Ortsteilen Lauchhammer-Mitte, -Ost und -West jeweils eine Grundschule vorzuhalten.

Quelle: PM der Stadt Lauchhammer