Finanzminister besucht Finanzamt Calau

Nach der Fusion der Finanzämter Calau und Finsterwalde informiert sich Finanzminister Görke zum Stand der Zusammenlegung

Finanzminister besucht Finanzamt Calau In Calau befindet sich nach der Fusion mit dem Amt Finsterwalde eines der größten und leistungsfähigsten Finanzämter des Landes Brandenburg. Brandenburgs Finanzminister Christian Görke betonte heute bei seinem Besuch in Calau, dass "mit der im vergangenen Jahr erfolgten Zusammenlegung der beiden Behörden am Standort Calau sichergestellt wurde, dass die Region auch in Zukunft ein leistungsfähiges Finanzamt behält. Letztlich werden die Bürgerinnen und Bürger von dieser Entscheidung profitieren." Er informierte sich insbesondere über den aktuellen Stand der erfolgten Zusammenlegung und der dabei gesammelten Erfahrungen.

Finanzminister Görke informierte in Calau, dass "das Land seine Tätigkeit im Bereich der Ausbildung verstärken wird. Bereits im laufenden Einstellungsverfahren werden mehr Bewerberinnen und Bewerber eingestellt als ursprünglich geplant. Sollten zunächst im Herbst dieses Jahres 60 Ausbildungs- und Studienplätze besetzt werden, wird die Zahl nun um 16 steigen. Damit werden insgesamt 76 junge Menschen im Herbst 2014 neu in der Steuerverwaltung eingestellt. 2015 und 2016 folgen jeweils 76 weitere Neueinstellungen. Davon wird auch das Finanzamt Calau profitieren."

Zwischen 2004 und 2009 sind in der Steuerverwaltung Brandenburgs keine jungen Menschen mehr ausgebildet worden. "Das ist zum Glück nach dem Regierungswechsel 2010 geändert worden, aber die Folgen der Jahre ohne Anwärterinnen und Anwärter sind bis heute in unseren Finanzämtern spürbar", erläuterte Finanzminister Görke. Bei seinem Besuch in der Calauer Behörde kündigte er daher an, dass die Zahl der Ausbildungs- und Studienplätze in Brandenburgs Steuerverwaltung bereits in diesem Jahr erhöht werde. Damit solle gesichert werden, dass künftig ausreichend Personal für die 14 Finanzämter im Land Brandenburg zur Verfügung steht.

In Folge der sinkenden Zahl von Steuerfällen durch den Bevölkerungsrückgang in Ostbrandenburg nahm seit Jahren auch die Beschäftigtenzahl der Finanzämter in Calau und Finsterwalde ab. Damit war absehbar, dass beide Behörden ohne Zusammenführung die Mindestgröße für ein Finanzamt unterschreiten würden, die notwendig ist, um auf Arbeitsspitzen oder Personalengpässe, zum Beispiel durch Krankheit, flexibel reagieren zu können. Daher war 2012 die Entscheidung gefallen, beide Behörden ab August 2013 Standort Calau zusammenzuführen. Das Finanzamt selbst wurde zwischenzeitlich erweitert und teilweise saniert. Das größer gewordene Finanzamt ist für die steuerlichen Angelegenheiten der Bürgerinnen und Bürger der Landkreise Oberspreewald-Lausitz und Elbe-Elster zuständig.

Finanzminister Görke zeigte bei seinem Besuch Verständnis dafür, dass einige Beschäftigte, angesichts des nunmehr längeren Fahrtweges, lieber in Finsterwalde geblieben wären. "Entscheidungen über Zusammenlegungen sind nie leicht, aber letztlich überwog bei der Entscheidung die Pflicht, den Bürgerinnen und Bürgern auch künftig ein effizientes Finanzamt zur Verfügung zu stellen", sagte Görke.

Finanzminister Görke betonte, dass sich durch die Zusammenlegung für die Bürgerinnen und Bürger kaum etwas geändert hat. "In Finsterwalde haben wir eine ‚Service- und Informationsstelle' (SIS) des Finanzamtes eingerichtet, in der die Bürgerinnen und Bürger ihre wichtigsten steuerlichen Angelegenheiten auch weiterhin klären können." Damit sei gesichert, dass sich für die Steuerpflichtigen die Wege nicht verlängert haben.

Hintergrund:

  • Finanzamt Calau: 232 Beschäftigte
  • Steueraufkommen: rund 450 Millionen Euro
  • Basis: rund 223.000 Einwohner, rund 12.5000 Gewerbebetriebe

Quelle: PM des Ministerium der Finanzen des Landes Brandenburg