Gewächshaus-Wassertechnikums-Anlage für FIP Finsterwalde

Vogelsänger übergibt Gewächshaus-Wassertechnikums-Anlage am Finsterwalder Forschungsinstitut für Bergbaufolgelandschaften

Finsterwalde - Mit der Fertigstellung der neuen Gewächshaus-Wassertechnikums-Anlage wird das Finsterwalder Forschungsinstitut für Bergbaufolgelandschaften nach den Worten von Brandenburgs Infrastruktur- und Agrarminister Jörg Vogelsänger seine unschätzbare Arbeit als wissenschaftlicher Dienstleister für Brandenburgs Bergbaulandschaften erheblich ausweiten. Zum Start der Anlage kommt der Minister am Mittwoch (9. Juli) nach Finsterwalde.

Vogelsänger: "Mit der neuen Anlage verbessern sich einerseits die Untersuchungsmöglichkeiten der außeruniversitären, gemeinnützigen Forschungseinrichtung. Forschungen zur Rekultivierung, zur Boden- und Gewässersanierung oder zu den Auswirkungen des Klimas auf die Landnutzung helfen, die negativen Folgen der Eingriffe des Menschen in den Naturhaushalt zu verstehen und möglichst abzuwenden."

Voraussetzung hierfür sind eine moderne Infrastruktur und eine entsprechende technische Ausrüstung. Dies war in den alten, beengten Gebäuden nicht mehr gegeben.
Die Gewächshaus-Wassertechnikums-Anlage wurde mit insgesamt 1,055 Millionen Euro gefördert. Davon kamen 791.250 Euro aus dem EU-Fonds EFRE-Mitteln für Agrarforschung. 263.750 Euro stellte das Ministerium zu Verfügung. Die mit dem Neubau verbesserten Forschungsmöglichkeiten schaffen dem FIB auch bessere Voraussetzungen für die Zusammenarbeit mit anderen wissenschaftlichen Einrichtungen. Das FIB, zu DDR-Zeiten Institut der Akademie für Landwirtschaftswissenschaften, wurde 1992 neu gegründet. Die elf Wissenschaftler und neun Mitarbeiter werden zu 70 Prozent durch öffentliche Mittel finanziert. 30 Prozent muss das als e.V. gebildete Institut durch wirtschaftliche Tätigkeit beisteuern. Hauptfinanzier ist Brandenburg, gefolgt vom Bund. Sachsen sichert eine Planstelle ab. Weitere Auftraggeber wie die LMBV und Vattenfall engagieren sich mit Drittmittelforschungsprojekten. Vereinszweck und satzungsgemäße Aufgabe ist die anwendungsorientierte Forschung in Kulturlandschaften, deren Naturhaushalt, biologische Vielfalt, Raumfunktionen, nachhaltige Nutzbarkeit und Regenerationsfähigkeit durch Eingriffe und Wirkungen des Menschen, insbesondere Bergbau, aber auch durch Industrie, Stoffeinträge oder nicht standortgerechte Landnutzung beeinträchtigt oder gestört sind. Ziel ist, Konzepte und Verfahren für die Wiederherstellung funktionsfähiger Kulturlandschaften durch Landschaftsplanung, Rekultivierung, Renaturierung, Landnutzung, Landschaftspflege und Naturschutz zu erarbeiten. Insbesondere im Spektrum der außeruniversitären Forschungseinrichtungen ist dies Alleinstellungsmerkmal, das die Finsterwalder weiter entwickeln wollen.

Quelle: Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft des Landes Brandenburg