Ostdeutsche Stahlkocher in Warnstreiks

Eisenhüttenstadt - Belegschaften der ostdeutschen Stahlindustrie sind kampfbereit

Ostdeutsche Stahlkocher in Warnstreiks Im laufenden Tarifkonflikt für die rund 8 000 Beschäftigten der ostdeutschen Stahlindustrie haben am Dienstagmorgen die Warnstreiks begonnen. In acht Betrieben haben rund 1100 Beschäftigte die Arbeit für rund zwei Stunden niedergelegt. Dem Warnstreikaufruf im brandenburgischen Eisenhüttenstadt folgten bei ArcelorMittal, bis auf eine Notbesetzung, rund 800 Beschäftigte der Frühschicht. Warnstreiks gab es unter anderem auch bei Ilsenburger Grobblech in Sachsen-Anhalt, die sich mit 250 Beschäftigten vollzählig vor das Tor stellte.

"Die Belegschaften sind kampfbereit. Wenn sich die Arbeitgeber nicht bewegen, können wir nachlegen", sagte Olivier Höbel, Bezirksleiter der IG Metall Berlin-Brandenburg-Sachsen, auf der Kundgebung bei ArcelorMittal (ehem. EKO Stahl) in Eisenhüttenstadt.

Die IG Metall fordert fünf Prozent mehr Geld für zwölf Monate und eine Fortführung der auslaufenden Tarifverträge über Altersteilzeit, Beschäftigungssicherung, der Übernahme der Ausgebildeten sowie Regelungen gegen den Missbrauch von Werkverträgen. Die IG Metall erhöht mit den Warnstreiks den Druck auf die laufenden Tarifverhandlungen nachdem die bisherigen Tarifgespräche ohne Ergebnis blieben.

Höbel rief die Arbeitgeber auf sich zu bewegen und bei den Tarifverhandlungen "endlich ein Angebot auf den Tisch zu legen." Die gute Beteiligung bei den Warnstreiks zeige: "Die Beschäftigten stehen fest hinter den Forderungen der IG Metall."

Für morgen sind weitere Warnstreiks mit Schwerpunkt in Sachsen geplant.

Hintergrund: IG Metall ruft in ostdeutscher Stahlindustrie zu Warnstreiks auf

Die IG Metall ruft die Beschäftigten der ostdeutschen Stahlindustrie ab dem 1. Juli zu Warnstreiks auf, um den Druck auf die laufenden Tarifverhandlungen erhöhen, nachdem die bisherigen Verhandlungen ohne Ergebnis blieben. Die IG Metall fordert für die rund 8 000 Beschäftigten der ostdeutschen Stahlindustrie fünf Prozent mehr Geld für zwölf Monate und eine Fortführung der auslaufenden Tarifverträge über Altersteilzeit, Beschäftigungssicherung, der Übernahme der Ausgebildeten sowie Regelungen zu Werkverträgen.

"Die Arbeitgeber hatten zu keiner unserer Forderungen ein Angebot", sagte Olivier Höbel, Bezirksleiter der IG Metall Berlin-Brandenburg-Sachsen. "Weder beim Einkommen, noch zu einem besseren Ausstieg älterer Beschäftigter sowie zur Regelung gegen den Missbrauch von Werkverträgen haben sich die Arbeitgeber ernsthaft eingelassen. Damit provozieren die Arbeitgeber den Konflikt", sagte Höbel.

Quelle: IG Metall Bezirk Berlin-Brandenburg-Sachsen