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Die Industrie - Motor der ostdeutschen Wirtschaft

Atlas der Industrialisierung der neuen Bundesländer veröffentlicht

Iris Gleicke, Beauftragte der Bundesregierung für die neuen Länder und Mittelstandsbeauftragte, stellte heute den in ihrem Auftrag vom Hanseatic Institute for Entrepreneurship and Regional Development (HIE-RO) an der Universität Rostock entwickelten 'Atlas der Industrialisierung der neuen Bundesländer' vor.

Staatssekretärin Gleicke: "Ein Blick auf die Industriegeschichte Ostdeutschlands zeigt ein gemischtes Bild: Zum einen ist und bleibt die Industrie ein wichtiges Fundament für Beschäftigung, Wohlstand und Lebensqualität in Ostdeutschland. Das ist auch Ausdruck der Erfolge der vergangenen zwei Jahrzehnte; eine Aufbauleistung, die durch das Engagement und die Ideen der Menschen und durch eine umfassende Förderpolitik zustande kam. Doch die historischen Umbrüche durch Krieg, Demontage, Planwirtschaft und in Teilen verfehlter Treuhandpolitik sind bis in die Gegenwart sichtbar."

Die Industrie ist seit jeher der Motor der wirtschaftlichen Entwicklung Ostdeutschlands. Ihre Bedeutung hat seit der immensen Konsolidierung nach der Wiedervereinigung wieder stark zugenommen. Auf der einen Seite hat es die ostdeutsche Industrie im letzten Jahrzehnt geschafft, den wirtschaftlichen Abstand zu Westdeutschland zu verringern. Auf der anderen Seite steht die ostdeutsche Industrie vor immensen Herausforderungen durch Globalisierung, technologischen Wettbewerb, demografischen Wandel und insbesondere den Mangel an großen kapitalkräftigen Unternehmen: Vor allem aufgrund der fehlenden Konzernzentralen ist die Forschungs- und Entwicklungsintensität im Osten deutlich geringer. "Genau hier setzen wir an, um die Zukunftsfähigkeit der ostdeutschen Industrie gezielt zu fördern. Gerade innovationskräftige Industrieunternehmen sind die Garanten für eine erfolgreiche Wirtschaftsentwicklung in den neuen Bundesländern. Als Ostbeauftragte und Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie setze ich mich für eine weitere Stärkung der ostdeutschen Industrie und für eine integrierte Industriepolitik ein. Ich bin fest davon überzeugt: Unsere starke ostdeutsche Industrie kann neue Exportmärkte erschließen und dazu beitragen, an den hohen Wachstumsraten aufstrebender Volkswirtschaften zu partizipieren", so Gleicke.

Professor Gerald Braun, Verfasser des Industrieatlas und Vorstandsvorsitzender des Instituts HIE-RO, ergänzte: "Die Produktivitätslücke zum Westen resultiert aus Strukturunterschieden in der Gesamtheit der ostdeutschen Industrie, nicht aus einer Rückständigkeit von einzelnen Betrieben."

Um die vielschichtigen Entwicklungen und Aspekte der ostdeutschen Industrie und ihre Schwerpunkte aufzuzeigen, hat HIE-RO den Atlas der Industrialisierung der neuen Bundesländer entwickelt. Der von Staatssekretärin Gleicke in Auftrag gegebene Industrieatlas thematisiert in kurzen Kapiteln traditionelle Industriezweige und neue Zukunftsfelder mit hohem Wachstumspotenzial ebenso wie regionale Cluster und Netzwerkstrukturen. Die Analysen wurden für den Vergleich mit dem gesamten Bundesgebiet und dem Weltmarkt aufbereitet.

Den Atlas der Industrialisierung (PDF) der neuen Bundesländer sowie eine Zusammenfassung der wesentlichen Ergebnisse.

Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie www.bmwi.de

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Tags:
Industrie
Datum:
Donnerstag, 26. Juni 2014, 15:03 Uhr
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