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IG Metall zur Brandenburger Industriekonferenz in Cottbus

Moderne Industrie Brandenburg - Auf dem Weg zur Industriearbeit 4.0

IG Metall zur Brandenburger Industriekonferenz in Cottbus Am 19. Juni trafen sich an der BTU in Cottbus über 280 Unternehmer, Wissenschaftler und Vertreter von Politik, Verwaltung und Gewerkschaften, um sich der Herausforderung "Moderne Industrie Brandenburg - Auf dem Weg zur Industriearbeit 4.0" zu stellen. Mit der Schaffung intelligenter technischer Systeme wird auch entschieden, mit welchen Anforderungen an Flexibilität, Arbeitszeit und mit welcher Steuerungskompetenz Menschen künftig in den Betrieben arbeiten.

Es ging hierbei um folgende Kernfragen, die der Industrie auf den Nägeln brennen:

  • Wie qualifizierte Fachkräfte finden und dauerhaft binden?
  • Wie die Zusammenarbeit mit Forschung und Entwicklung stärken?
  • Wie mit Innovationen im Wettbewerb punkten?
  • Wie Ernergie und Ressourcen effizienter nutzen?

Im Mittelpunkt der Konferenz stand der direkte Austausch zu Brennpunkten der betrieblichen Paxis. In zahlreichen Gesprächen brachten sich DGB und die IG Metall mit konstruktiven Beiträgen und kritischen Sichtweisen ein. Unsere drei wesentlichen Interessen sind:

  1. Sichere und gute Arbeitsplätze, wir wollen bessere statt billigere Arbeit.
  2. Umfassende Informationen und Mitbestimmung für die Betriebsräte und Beschäftigten.
  3. Veränderungen im Unternehmen mitgestalten, zum Vorteil für die Mitarbeiter.

Um diesem Ziel näher zu kommen, fordert und vertritt die IG Metall einen integrierten Politikansatz, der Wirtschaft- und Industriepolitik, Arbeits- und Arbeitsmarktpolitik, Regional- und Strukturpolitik sowie die Entwicklung des Grenzraumes zu einem ganzheitlichen Entwicklungskonzept zusammenführt und dabei die Interessen und Bedürfnisse der Menschen in den Mittelpunkt stellt.

Zur Stärkung der industriellen Basis fordert die IG Metall eine Industriepolitik, die sich die Sicherung und Entwicklung industrieller Standorte und Arbeitsplätze zu eigen macht. Um vor allem die kleinen und mittleren Industrieunternehmen zu stärken, ist die Sicherung der Investitionsförderung unverzichtbar. Um ihre Wirksamkeit zu erhöhen, sollte sie nicht nur an die Schaffung neuer Arbeitsplatzplätze gekoppelt werden, sondern auch Anforderungen an die Qualität der Arbeitsplätze (z.B. mitbestimmt und tarifgebunden) festlegen.

Die IG Metall fordert von der Wirtschaftspolitik die Weiterentwicklung der Clusterstrategie und die Beteiligung der Sozialpartner an deren Ausgestaltung. Von besonderer Bedeutung ist aus Sicht der IG Metall, dass den KMU der Zugang zu den Wertschöpfungsketten der großen industriellen Cluster eröffnet bzw. erleichtert wird. Gute Arbeit muss mit Wirtschaftsförderung verbunden und in die Clusterentwicklung integriert werden.

Der wirtschaftliche und demographische Strukturwandel erfordert eine aktive Arbeitsmarktpolitik, die die Industriepolitik begleitet. Sie muss zur Fachkräftesicherung und -entwicklung beitragen und die Langzeitarbeitslosigkeit wirksam bekämpfen. Unverzichtbar zur Fachkräftesicherung ist eine Qualifizierungsoffensive, die die betriebliche Weiterbildung unterstützt sowie zur Schaffung neuer und zur Besetzung angebotener Lehrstellen beiträgt.

Eines der größten Probleme des demographischen Wandels ist die Abwanderung junger, qualifizierter, gut ausgebildeter Fachkräfte. Dem kann durch "gute Arbeit" entgegen gewirkt werden. Die IG Metall fordert eine grundlegende Abkehr von einer Niedriglohnstrategie und einer Politik der Senkung der Arbeitskosten. Erforderlich sind tariflich gestaltete, angemessen bezahlte, menschengerecht gestaltete und von Betriebsräten mitbestimmte Arbeitsplätze. Sie halten die Fachkräfte in der Region und sichern die Zukunft der Unternehmen.

Quelle: IG Metall Cottbus / Südbrandenburg

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Tags:
Cottbus, Gewerkschaft, Industrie
Datum:
Montag, 23. Juni 2014, 10:42 Uhr
Kommentare zu "IG Metall zur Brandenburger Industriekonferenz in Cottbus"
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