Tarifverhandlung Stahlindustrie Ost ergebnislos

Tarifverhandlung der ostdeutschen Eisen- und Stahlindustrie endete ergebnislos

Tarifverhandlung Stahlindustrie Ost ergebnislos Die erste Tarifverhandlung für die rund 8.000 Beschäftigten in der ostdeutschen Eisen- und Stahlindustrie endete am 16. Juni in Berlin ergebnislos. Die IG Metall fordert fünf Prozent mehr Geld für zwölf Monate und eine Fortführung der auslaufenden Tarifverträge über Altersteilzeit, Beschäftigungssicherung, der Übernahme der Ausgebildeten sowie Regelungen zu Werkverträgen.

Die IG Metall begründete heute ihre Forderung gegenüber den Arbeitgebern umfassend. Gesamtwirtschaftlich stabilisiere sich das Wachstum im Jahr 2014. Diese Entwicklung werde sich 2015 fortsetzen. Verbesserte Produktionszahlen und höhere Wachstumsprognosen für die nächste Zeit seien ermutigende Aussichten für die Stahlbranche.

Olivier Höbel, IG Metall-Bezirksleiter in Berlin, Brandenburg und Sachsen und Verhandlungsführer für die Stahlindustrie, sagte: "Unsere Forderung ist angemessen und durch die positiven Prognosen über die wirtschaftliche Lage der Branche auch bezahlbar. Die Beschäftigten erwarten jetzt ihren wohlverdienten Anteil an der besseren wirtschaftlichen Entwicklung."

Höbel formulierte einen tariflichen Generationenvertrag vor dem Hintergrund des demografischen Wandels, der einerseits flexible Ausstiegsmodelle und andererseits die unbefristete Übernahme von Ausgebildeten beinhalte. Bei Werkverträgen müssen künftig gutes Entgelt und faire Arbeitsbedingungen wie in der Stahlindustrie zum Standard werden. Hierfür brauche es Regelungen, die Transparenz über den betrieblichen Einsatz von Werkvertragsnehmern schaffe und Scheinwerkverträge verhindere.

Die Arbeitgeber wiesen die Forderungen zurück. Ein eigenes Angebot wurde nicht vorgelegt.

Ein nächster Verhandlungstermin wurde noch nicht vereinbart.

Quelle: IG Metall Bezirk Berlin-Brandenburg-Sachsen