Weniger Unternehmensinsolvenzen in Brandenburg

Weniger Unternehmensinsolvenzen mit mehr Verbindlichkeiten im 1. Quartal 2014 im Land Brandenburg

Das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg registrierte im 1. Quartal 2014 insgesamt 146 Insolvenzverfahren gegen Unternehmen. Das waren 3,3 Prozent bzw. fünf Verfahren weniger als im Vorjahr. Die voraussichtlichen Forderungen verdreifachten sich dagegen auf 156,5 Mill. EUR (2013: 46,6 Mill. EUR).

Knapp 80 Prozent der beantragten Unternehmensinsolvenzen (116 Fälle) wurden eröffnet. Bei 30 Verfahren kam es zur Abweisung mangels Masse, da das Vermögen der Schuldner nicht zur Deckung der Verfahrenskosten reichte.

Weniger Unternehmensinsolvenzen mit mehr Verbindlichkeiten im 1. Quartal 2014 im Land Brandenburg

Mit 38 Verfahren blieb das Baugewerbe der Wirtschaftszweig mit den meisten Unternehmenszusammenbrüchen (Anteil: 26,0 Prozent). Die ausstehenden Forderungen der insolventen Baubetriebe beliefen sich auf 13,0 Mill. EUR (Anteil: 8,3 Prozent). Im Wirtschaftszweig „Erbringung von freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen“ wurden 13 Verfahren für Unternehmen mit offenen Rechnungen in Höhe von 57,8 Mill. EUR (Anteil: 8,9 Prozent bzw. 37,0 Prozent) bei den vier Insolvenzgerichten des Landes Brandenburg beantragt.

Mehr als die Hälfte der insolventen Unternehmen führte die Rechtsform einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung (79 Fälle), davon hatten 16 als Unternehmergesellschaft (UG) gewirkt. Als Einzelunternehmen, Freie Berufe und Kleingewerbe waren 53 der verschuldeten Firmen tätig (Anteil: 36,3 Prozent). Mehr als die Hälfte der insolventen Unternehmen (79 Fälle) konnten sich keine acht Jahre am Markt halten. Darunter befanden sich 40 junge Unternehmen, deren Gründung nicht länger als drei Jahre her war.

Wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg weiter mitteilt, wurden im Berichtszeitraum die meisten Unternehmenszusammenbrüche im Landkreis Oder-Spree und in der Landeshauptstadt Potsdam mit je 13 Fällen (Anteil: 8,9 Prozent) registriert. Die ausstehenden Forderungen beliefen sich auf 1,2 Mill. EUR bzw. 4,5 Mill. EUR. Jeweils zwölf insolvente Unternehmen gab es in den Landkreisen Dahme- Spreewald, Oberhavel und Spree-Neiße. Hier blieben Rechnungen in Höhe von 6,4 Mill. EUR, 7,9 Mill. EUR bzw. 33,3 Mill. EUR offen. Die wenigsten Unternehmensinsolvenzen wurden in der kreisfreien Stadt Cottbus verzeichnet. Hier waren drei Unternehmen mit unbezahlten Rechnungen in Höhe von 0,6 Mill. EUR von Insolvenz betroffen.

Unternehmensinsolvenzen und deren angemeldete Forderungen im Land Brandenburg im 1. Quartal 2013 und 2014

Unternehmensinsolvenzen und deren angemeldete Forderungen im Land Brandenburg im 1. Quartal 2013 und 2014

Über das Datenangebot des Bereiches Insolvenzen informiert: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg