Freistaat Sachsen und Wirtschaft setzen Umweltallianz fort

Freiwilliger Umweltschutz lohnt sich und ist gut fürs Image

Umweltminister Frank Kupfer hat heute gemeinsam mit Vertretern der Wirtschaftsverbände den Vertrag über die Fortsetzung der Sächsischen Umweltallianz für weitere drei Jahre (2014-2016) unterzeichnet. "Ich bin froh, dass wir die Umweltallianz mit der sächsischen Wirtschaft fortführen können", sagte der Minister auf der Umweltkonferenz der Handwerkskammer Chemnitz. "Die teilnehmenden Unternehmen haben in den vergangenen Jahren besonders ressourcenschonend oder energieeffizient gearbeitet. Es ist gut, dass dieses Engagement auch in den kommenden Jahren gewürdigt wird."

877 Unternehmen erbringen freiwillig Leistungen für die Umwelt

An der Umweltallianz Sachsen beteiligen sich zurzeit 877 Unternehmen. Sie erbringen freiwillig Leistungen für die Umwelt, die über das gesetzlich vorgeschriebene Maß hinausgehen. Dazu gehören unter anderem die deutliche Reduzierung der im Unternehmen erzeugten Abfallmenge, die Einführung von besonders energieeffizienten Produktionstechniken sowie nennenswerte Einsparungen von Wasser und die Verminderung von Feinstaub und Lärm in Größenordnungen. Die Unternehmen können die Voraussetzungen für eine Teilnahme an der Umweltallianz aber auch erfüllen, indem sie ein Umweltmanagement-System einführen oder sich an einem entsprechenden Projekt beteiligen. Ein Beispiel dafür ist das Projekt "Ökoprofit", ein Einsteigerprogramm in das Umweltmanagement, an dem in Sachsen 136 Unternehmen teilgenommen haben. Die Firmen sparen oder vermeiden pro Jahr 19 Millionen Kilowattstunden Energie, 43,2 Millionen Liter Wasser sowie 2 815 Tonnen Abfall. Das sind vier Millionen Euro Betriebskosten im Jahr", sagte Kupfer. "Hier wird deutlich, dass sich freiwilliger Umweltschutz lohnt."

"Die Anstrengungen der Unternehmen sind zudem Anstoß zur Entwicklung neuer Technologien, Produkte und Produktionsabläufe", so der Minister weiter. "Dadurch können neue Wettbewerbs- und Marktpotenziale entstehen. Von dem Wissenstransfer in den Wirtschaftszweigen und Netzwerken profitieren auch weitere Firmen."

Im Gegenzug können die beteiligten Unternehmen das Logo der Umweltallianz zu Werbezwecken nutzen. "Die Firmen profitieren davon", so der Minister. "Umweltbewusstes Wirtschaften ist zum Aushängeschild geworden und kommt an bei Geschäftspartnern und Kunden. Mit Hilfe der Umweltschutzmaßnahmen können die Unternehmen ihr Image verbessern." Die Umweltallianz bietet den Firmen außerdem eine Gebührenermäßigung bei Umweltkonferenzen und Veranstaltungen zu Entwicklungen im Umweltrecht sowie die kostenfreie Nutzungsmöglichkeit der Umweltrechtsdatenbank "umwelt-online" an.

Schwerpunkte der Umweltallianz in den kommenden drei Jahren sind unter anderem die Verbesserung der Ressourceneffizienz in kleinen und mittelständischen Unternehmen und die Anpassung der Wirtschaft an den Klimawandel. Im Bereich der Forstwirtschaft sollen branchenübergreifende Umwelt- und Klimaschutzprojekte zur Erhöhung der Klimaleistung von Wäldern und Mooren geprüft werden. In der Landwirtschaft steht vor allem die Reduzierung der Gewässerbelastung mit Schadstoffen im Fokus.

Hintergrund:

Die Umweltallianz wurde im Jahr 1998 als freiwillige Kooperation zwischen der Sächsischen Staatsregierung und der Wirtschaft ins Leben gerufen. Vertragspartner sind neben dem Freistaat Sachsen die sächsischen Industrie- und Handelskammern, die sächsischen Handwerkskammern, die Vereinigung der Sächsischen Wirtschaft e. V., der Sächsische Landesbauernverband e. V., der Sächsische Waldbesitzerverband e. V., die Vereinigung Ökologischer Landbau Gäa e. V. und die Arbeitsgemeinschaft land- und forstwirtschaftlicher Betriebe in Sachsen und Thüringen e. V.

Weitere Informationen zur Umweltallianz Sachsen finden Sie im Internet unter: www.umweltallianz.sachsen.de.

Quelle: PM Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft