Sanierungsstopp A18 in Polen

Sanierung der Autobahn zwischen Forst und Legnica gestoppt

Vertreter der Generaldirektion für Nationalstraßen und Autobahnen geben der Sanierung der Autobahn zwischen Forst und Legnica (Autostrada 18) vor 2020 keine Chance. Die Sanierung des zirka 75 km lange Abschnittes von Forst bis zur A4 bei Legnica soll 1,4 Milliarden Zloty kosten.

Für die Energieregion Lausitz ist eine schnelle Anbindung an die osteuropäischen Zentren Wroclaw (Breslau) und Krakow (Krakau) bis nach Kiew wichtig. Wie dem Ausbau der Eisenbahnverbindungen zwischen Deutschland und Polen "kommt im Rahmen der Schaffung eines leistungsstarken transeuropäischen Infrastrukturnetzes auch der Straßenanbindung eine große Bedeutung zu. Im zusammenwachsenden Europa sind gute Verkehrsverbindungen eine Voraussetzung für die Entwicklung und vertieften Austauschbeziehungen von Regionen", so Norman Müller, Geschäftsführer der Energieregion Lausitz-Spreewald GmbH. "Entscheidend wird sein, dass die A 18 im Investitionsplan berücksichtigt ist und die Haushaltsmittel zeitlich verlässlich zur Verfügung gestellt werden.", betont Norman Müller weiter.

Die Strecke ist die kürzeste Verbindung zwischen Breslau, Berlin und dem nördlichen Teil von Deutschland und stellt einen Teil des transeuropäischen Verkehrskorridors dar. Für die sanierungsbedürftige Fahrbahn gilt bereits eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 70 km pro Stunde. Durchschnittlich 7400 Fahrzeuge passieren täglich diese Strecke (Daten von 2010).

"Bei der Mittelvergabe für den Ausbau der Infrastruktur aus dem EU-Haushalt 2014 bis 2020 erhält Polen nach vorläufigem Stand über 70 Mrd. Euro. Anliegen der regionalen Akteure muss es sein, dass auch Südlubuskie davon profitiert.", ist Norman Müller überzeugt.

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Energieregion Lausitz-Spreewald GmbH
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