LINKE will Tagebau Welzow Süd II genehmigen

Betroffene: LINKE ist Partei der Konzerne und nicht der Menschen

"Jeder Linke im Land müsste sich angesichts der heutigen Ankündigung in Grund und Boden schämen", kritisiert Günter Jurischka die Ankündigung der Partei die LINKE für den neuen Tagebau Welzow zu stimmen. Laut Informationen des rbb werden die vier Minister der Linken in der brandenburgischen Landesregierung in der kommenden Woche im Kabinett dafür votieren, dass über 800 Menschen ihre Heimat verlieren sollen um nach dem Jahr 2025 eine weitere Braunkohleverstromung für den Konzern Vattenfall zu ermöglichen.

"Wer im 21. Jahrhundert Menschen für den Profit eines Konzerns aus den Dörfern vertreibt, sollte sich nicht mit dem Attribut "links" schmücken. Die angebliche soziale Politik der Partei ist eine Farce hoch zehn und beschränkt sich auf wohlfeile Sonntagsreden in Potsdam.", sagte Günter Jurischka, Sprecher der AG Dorf-Kohle-Umwelt aus Proschim. "Stoppen sie die Vertreibung von Menschen für die Gewinne von Konzernen", forderte der Proschimer.

Die Linke warb noch bis zur letzten Landtagswahl im Jahr 2009 für einen Ausstieg aus der Braunkohle. "Wir hatten eine Politik für die Menschen in Brandenburg erwartet und nicht das bedingungslose Abnicken von Interessen der Energiekonzerne. Kaum waren sie an den Fleischtrögen der Macht, wurden alle Vorsätze über Bord geworfen", kritisierte Jurischka.

Das von der Braunkohlelobby in Einklang mit den Linken aufgeführte Argument "Erhalt der Arbeitsplätze" sei mit Augenmaß zu betrachten, warnt Hannelore Wodtke aus Welzow. "Auf der Anhörung im Dezember 2013 wurde deutlich, dass im derzeitigen Tagebau Welzow-Süd 550 Menschen arbeiten und im Kraftwerk Schwarze Pumpe 174 Menschen beschäftigt sind. Somit ist die Anzahl direkt betroffener Arbeitsplätze geringer als die Anzahl von Umsiedlungen und Enteignung bedrohter Einwohner", erläutert Wodtke.

Mehr Informationen "Linke wollen Nutzung von Welzow Süd II genehmigen" (RBB-Online)

Quelle: PM GRÜNE LIGA Umweltgruppe Cottbus