Baukulturelles Erbe von Reiss Büroeinrichtungen bewahrt

Häuser der Firma Reiss Büroeinrichtungen in Bad Liebenwerda fertig saniert

Bad Liebenwerda - Bauminister Jörg Vogelsänger nimmt an der feierlichen Einweihung der kürzlich fertiggestellten Reiss-Häuser im historischen Stadtkern teil. Die Sanierung der Gebäude und Schaffung von neun Wohnungen wurde mit knapp 690.000 Euro Städtebau- und Wohnraumfördermittel unterstützt.

Jörg Vogelsänger: "Die Familie Reiss hat sowohl im Stadtbild von Bad Liebenwerda als auch in der Wirtschaft ihre Spuren hinterlassen. Die Firma ist seit 130 Jahren in der Stadt ansässig und auch heute ein florierendes Unternehmen für Büroeinrichtungen. Dank des Engagements der Stadt konnte dieses letzte Vorhaben der Stadtsanierung erfolgreich abgeschlossen werden. Seit 1991 wurde die Stadtsanierung mit acht Millionen Euro unterstützt. Das ist gut angelegtes Geld, wie man überall in der Stadt sieht."

Die zwei Gebäude befinden sich im historischen Stadtkern. Es handelt es sich um historisch wertvolle, denkmalgeschützte Bausubstanz sowie um unersetzbares Kulturgut. Die Häuser sind eng verbunden mit der Bau- und Industriegeschichte der Stadt. Sie wurden zu Beginn des 19. Jahrhundert als Firmensitz der Firma Reiss bekannt.

Um- und Ausbau der Gebäude erfolgte über den kombinierten Einsatz von Wohnraum- und Städtebauförderungsmitteln. Mit der Fertigstellung der für die Bewohner der Stadt identitätsstiftenden Gebäude kann die Stadtsanierung zu einem guten Abschluss gebracht werden. Das Land förderte die Sanierung und den Ausbau von neuen barrierefreien Wohnungen mit 466.600 Euro Wohnraumfördermitteln und 220.000 Euro Städtebaufördermitteln. Insgesamt kostet der Umbau rund 1,3 Millionen Euro.

Wohnraumförderung in Bad Liebenwerda

Bislang konnten mit Hilfe der Wohnraumförderung insgesamt 1.157 Wohnungen saniert oder neu gebaut werde. Dafür stellte Das Land mehr als 23 Millionen zur Verfügung. Hauptschwerpunkt der Förderung ist die Innenstadt im Bereich des Sanierungsgebietes. Einen weiteren Schwerpunkt bildet die generationsgerechte und energetische Sanierung der Plattenbauwohnungen innerhalb des Konsolidierungsgebietes Wohnen.

Städtebauförderung in Bad Liebenwerda

Bad Liebenwerda wurde von 1991 bis 2013 im Bund-Länderprogramm zur Förderung von Sanierungs- und Entwicklungsmaßnahmen mit rund 8 Millionen Euro Bundes- und Landesmitteln unterstützt. Die historische Bausubstanz im Stadtkern wurde saniert und Funktionsschwächen beseitigt. Damit konnte die Kurstadtentwicklung auf ein solides Fundament gestellt werden.

Derzeit wird die Stadt als Mittelzentrum in Funktionsteilung zusammen mit der Partnerstadt Elsterwerda seit 2012 im Bund-Länderprogramm zur Förderung Aktiver Stadtzentren (ASZ) gefördert. Mit der Förderung sollen vorrangig noch bestehende Funktionsschwächen im Bereich Zentrum - Kurviertel - Bahnhof beseitigt werden. Bisher wurden 470.000 Euro Bundes- und Landesmittel bewilligt. Der Schwerpunkt der Stadtentwicklung liegt auf der Stärkung der zentralen Versorgungsfunktion durch Sicherung und qualitative Steigerung der Angebote im Bereich Wohnen, Einzelhandel und Dienstleistung.

Quelle: Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft des Landes Brandenburg