Brandenburgs Schäfer bekommen Unterstützung

Vier-Punkte-Paket zur Unterstützung der Brandenburger Schäfer

In einem Gespräch mit den Spitzen des Brandenburger Schafzuchtverbands hat Agrarminister Jörg Vogelsänger heute ein Vier-Punkte-Paket zur Unterstützung der Schäfer im Land vorgestellt.

Bundesweit fordern Schäfer derzeit von den Agrarpolitikern eine stärkere Unterstützung ihres notleidenden Berufsstands in EU-, Bundes- und Landesprogrammen.

Vor allem die seit langem niedrigen Abnahmepreise für Wolle und Fleisch setzen den heimischen Schafzuchtbetrieben zu. Auch der Ausschuss für Infrastruktur und Landwirtschaft des Brandenburgischen Landtags hat das Ministerium aufgefordert, über die Agrarförderung Hilfen für die Schäfer zu prüfen.

Im Ergebnis umfasst das Hilfspaket für die Schäfer vier Maßnahmen, die alle über die Flächenförderung von Agrarumweltmaßnahmen angeboten werden können. Damit werden insbesondere Pflegeleistungen durch die Schafbeweidung über eine erhöhte Hektarprämie honoriert.

  1. Im Kulturlandschaftsprogramm Brandenburg wird zusätzlich zur Basisförderung von 140 Euro je Hektar bei der extensiven Pflege von Grünland ein Beweidungszuschlag in Höhe von 80 beziehungsweise 85 Euro je Hektar gewährt.
  2. Die Prämien für die Beweidung von Heiden sowie für die Beweidung von Trockenrasen werden erhöht.
  3. Weiterhin profitieren die Schäfer von der Prämienerhöhung im Ökolandbau.
  4. Darüber hinaus können Schäfer auch das bisherige Programm für die späte Nutzung von Grünland (Vogelschutz) in Anspruch nehmen. Der Fördersatz liegt hier zwischen 160 bis 220 Euro.

In Summe ergeben sich in der neuen EU-Förderperiode 2014 bis 2020 für Brandenburgs Schafhalter abrufbare Fördermittel in Höhe von 28,5 Millionen Euro. Im Vergleich dazu standen in der Förderperiode 2007 bis 2013 18,6 Millionen Euro im Rahmen der Grünlandprogramme zur Verfügung.

Quelle: Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft des Landes Brandenburg