Fazit zum 3. Sächsischen Mittelstandsforum

"Freie Berufe - Ein Wachstumsmotor in Sachsen" Motto des 3. Sächsischen Mittelstandsforums

Heute fand in Chemnitz das 3. Sächsische Mittelstandsforum unter dem Motto "Freie Berufe - Ein Wachstumsmotor in Sachsen" statt. Zu den Freien Berufen gehören neben Ärzten und Apothekern, Steuerberatern, Rechtsanwälten und Architekten auch viele andere, zum Beispiel Journalisten, Hebammen, Sachverständige oder Angehörige der freien Kulturberufe. Sie alle erbringen ihre Leistungen eigenverantwortlich, unabhängig in wirtschaftlicher Selbstständigkeit und bilden damit eine tragende Säule des sächsischen Mittelstandes.

Der Sächsische Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, Sven Morlok betont: "Neben die ‚klassischen‘ Freien Berufe treten zunehmend neue: Artconsultants, Internetprovider oder Informationsbroker gestalten heute die moderne Dienstleistungsgesellschaft maßgeblich mit. Mit rund 205.000 Erwerbstätigen sind sie ein unverzichtbarer Bestandteil unseres sächsischen Mittelstandes."

Hans-Joachim Kraatz, Präsident Landesverband der Freien Berufe e.V., unterstrich die Bedeutung der Freien Berufe für die wirtschaftliche Entwicklung Sachsens: "Mittlerweile existieren in Sachsen ca. 30.000 Kanzleien, Praxen und Büros von Angehörigen der Freien Berufe. Aktuell absolvieren rund 3.000 junge Frauen und Männer eine Ausbildung bei einem Freiberufler in Sachsen."

Vorträge zur Lage der Freien Berufe in Sachsen und Deutschland durch Birgit Kurz (Geschäftsführerin des Instituts für Freie Berufe an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen Nürnberg) und zur Aus- und Fortbildung in den Freien Berufen durch Irene Hohlheimer (Teamleiterin Gründungsberatung, Institut für Freie Berufe an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen Nürnberg) dokumentierten anschaulich die aktuelle Situation, unterstrichen einmal mehr die wirtschaftliche Bedeutung der Freien Berufe sowie deren wachsende Rolle in den Bereichen Aus- und Fortbildung.

Prof. Dr. Winfried Kluth, Professor für Öffentliches Recht an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und Richter am Landesverfassungsgericht Sachsen-Anhalt in Dessau-Roßlau, ging in seinem Vortrag auf rechtliche Fragestellungen u.a. hinsichtlich des Zugangs zu Freien Berufen und deren Ausübung ein.

Auswertungen des Mikrozensus und des Instituts für Freie Berufe an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen Nürnberg zufolge arbeiteten im Jahr 2013 rund 11 Prozent aller Erwerbstätigen in Sachsen in Freien Berufen. Insgesamt sind in Deutschland im Sektor der Freien Berufe über 4,4 Millionen Menschen tätig. Die Freien Berufe sind am Bruttoinlandsprodukt der Bundesrepublik mit einem Anteil von 10,1 Prozent beteiligt."

Quelle: SMWA - Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr