Mittelstandsbericht 2009-2014 des Landes Brandenburg

Brandenburgischer Mittelstandsbericht 2009-2014 vom Kabinett verabschiedet

Mittelstand in Brandeburg mit guter Entwicklung

Mittelstandsbericht 2009-2014 Brandenburgs mittelständische Unternehmen haben sich in den vergangenen Jahren gut entwickelt. Das geht aus dem entsprechenden Bericht des Wirtschafts- und Europaministers hervor, dem das Kabinett heute in Potsdam zustimmte. "Der Bericht zeigt die stabile Entwicklung der mittelständischen Wirtschaft in den vergangenen Jahren. Handwerksbetriebe, kleine und mittlere Industrie- und Dienstleistungsunternehmen sowie Freiberufler bilden das Rückgrat der brandenburgischen Wirtschaft. Ihre Leistungsfähigkeit und ihr gesellschaftliches Engagement sind mitentscheidend für die Lebensqualität im Land. Auch deshalb steht der Mittelstand im Fokus unserer Politik", sagte Minister Ralf Christoffers.

Grundlage ist die Strategie für die Stärkung von Innovation und Kreativität im Mittelstand, für die Brandenburg im Jahr 2010 vom europäischen Ausschuss der Regionen ausgezeichnet worden war. Im Bericht werden die einzelnen Schwerpunkte dieser Strategie inklusive der konkreten Maßnahmen und Ergebnisse dargestellt.

Beispielhaft für die Finanzierung steht das GRW-G Wachstumsprogramm für kleine Unternehmen, aus dem 2009 bis Ende 2013 Zuschüsse in Höhe von 451,8 Millionen Euro zugesagt wurden. Damit wurden Investitionen mit einem Volumen von 1,38 Milliarden Euro unterstützt, 4.300 neue Arbeitsplätze geschaffen und mehr als 21.300 bereits vorhandene gesichert.

Als besonders erfolgreich hat sich der Brandenburger Innovationsgutschein erwiesen: Im Berichtszeitraum (bis Ende 2013) konnten kleine und mittlere Unternehmen (KMU) durch 366 Gutscheine mit einer Fördersumme von 2,5 Millionen Euro bei ihren Innovationsvorhaben unterstützt werden.

Das Programm RENplus zur ökologischen Modernisierung wurde stärker auf die Zielvorgaben der brandenburgischen Energiestrategie abgestimmt und der Kreis der Förderberechtigten erweitert.

Im Rahmen der sogenannten M4-Richtlinie wurden im Berichtszeitraum 771 Vorhaben zur Internationalisierung von KMU mit einer zugesagten Summe von 7,6 Millionen Euro gefördert.

Maxime brandenburgischer Mittelstandspolitik ist die Stärkung des Unternehmertums und die Förderung von Existenzgründungen. "Es gilt, ein positives Bild vom Unternehmertum zu vermitteln, um noch mehr junge Frauen und Männer für die Idee einer unternehmerischen Selbstständigkeit zu gewinnen, Unternehmensgründungen zu stimulieren und Betriebsübernahmen zu befördern" sagte Christoffers. Ein differenziertes Maßnahmenpaket zur Unterstützung von Klein- und mittleren Unternehmen bei der Fachkräfteentwicklung unter dem Leitmotiv "Brandenburger Fachkräfte bilden, halten und gewinnen" ist ein weiterer Schwerpunkt.

Der Bericht befasst sich ausführlich mit dem Cluster Tourismus und der Tourismuspolitik. Die Maßnahmenpalette reicht von der Investitionsförderung über den Infrastrukturausbau, das Kommunale Kulturinvestitionsprogramm und den Brandenburger Sozialpartnerdialog bis zum Handlungskonzept Tolerantes Brandenburg.

"Wichtige Elemente der Mittelstandspolitik sind im kontinuierlichen Dialog mit Kammern, Verbänden, Sozialpartnern sowie mit Unternehmerinnen und Unternehmern entstanden. Die Möglichkeit, Politik mitzugestalten, bewirkt letztendlich mehr Zielgenauigkeit und Akzeptanz. Dieser Erfolgskurs soll gemeinsam mit den kleinen und mittleren Unternehmen fortgesetzt werden" bilanzierte Christoffers.

Hintergrund:

Im Mittelstandsbericht wird der Stellenwert der KMU für die Gesamtwirtschaft deutlich: 99,8 Prozent der märkischen Unternehmen sind dem Mittelstand zuzurechnen, auf sie entfallen 78 Prozent der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten im Land. Umsatzsteuerpflichtige kleine und mittlere Unternehmen sorgen für mehr als 60 Prozent des Gesamtumsatzes. Auch ist in den vergangenen Jahren die Bedeutung der mittelständischen Unternehmen für Berufsausbildung, Fachkräftesicherung und -entwicklung gewachsen: Von 2009 bis 2012 stieg der Anteil der KMU an der Berufsausbildung von knapp 71 Prozent auf fast 79 Prozent.

Quelle: Ministerium für Wirtschaft und Europaangelegenheiten des Landes Brandenburg