Zentrum für Familienhilfe- und Unterstützung in Cottbus eröffnet

Neues Familienhaus öffnet am Cottbuser Spreeufer seine Pforten

Cottbus - In der Cottbuser Innenstadt zwischen Puschkinpark und Spree eröffnet heute (11. April) ein Zentrum für Familienhilfe- und Unterstützung. Hierfür stellten Bund und Land rund zwei Millionen Euro zur Verfügung.

Im ersten Bauabschnitt des neuen Familienzentrums wurde im Herbst 2013 vom Jugendhilfe e.V eine Kindertagesstätte für 140 Kinder neu errichtet. Der jetzt fertig gestellte Bauabschnitt umfasst die Sanierung der historischen Gebäude, die 1895 als Ausflugsgaststätte mit großem Saal errichtet wurden und zu DDR-Zeiten als "Haus der Pioniere" bekannt waren.

Die um- und ausgebauten Bestandsgebäude auf dem 5000 Quadratmeter großen Grundstück bieten Platz für ein Eltern-Kind-Café, eine Erziehungs- und Familienberatung, ein Kriseninterventions- und Beratungszentrum, den Kinder- und Jugendnotdienst sowie den Sitz der Geschäftsstelle des Jugendhilfe e.V.. Außerdem gibt es zwei Wohnungen für Notfälle.

Der rund 220 Quadratmeter große Multifunktionssaal mit Bühne und neuem Foyer bietet Platz für Veranstaltungen aller Art von Vereinen sowie anderen sozialen und kulturellen Einrichtungen. Das Familienhaus wird offene Angebote für Kinder, Jugendliche und Erwachsene anbieten, angefangen von Kinderdisco, Sportangeboten bis hin zu Vortragsreihen. Die gestalteten Freiflächen bilden einen geschützten Raum, der unter spielpädagogischen und ökologischen Gesichtspunkten entworfen wurde.

Mit der Einweihung des Familienhauses werden bisher über das Stadtgebiet verteilte soziale und kulturelle Angebote und Einrichtungen des Jugendhilfe e.V. an einem innerstädtischen Standort gebündelt und darüber hinaus konnte ein überwiegend leerstehendes Gebäude neu genutzt werden.

Hierfür wurden rund zwei Millionen Bundes- und Landesmitteln aus dem Förderprogramm Stadtumbau Ost, Teil Rückführung und Anpassung der sozialen Infrastruktur bewilligt.

Die Stadtentwicklung in Cottbus wird seit 1991 mit Bundes-, Landes- und EU-Mitteln unterstützt, er wurden bisher rund 200 Millionen Euro bewilligt. Davon knapp 78 Millionen Euro Stadtumbaumittel. Es wurden rund 10.000 Wohnungen abgerissen. Die Aufwertungsmittel wurden zur Funktionsstärkung in der Innenstadt eingesetzt. Für die Sanierung von Wohnraum wurden rund 210 Millionen Euro bereitgestellt.

Quelle: Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft des Landes Brandenburg