Wertvolle Schenkung für Forster Museum

Bedeutende Schenkung für das Brandenburgische Textilmuseum Forst (Lausitz)

Porträt des ehemaligen sächsischen Premierministers Heinrich Graf von Brühl an Brandenburgische Textilmuseum übergeben

Eine unerwartete wertvolle Schenkung wurde dem Forster Museum in der vergangenen Woche zuteil. Es handelt sich dabei um ein Porträt des ehemaligen sächsischen Premierministers Heinrich Graf von Brühl, der im Jahr 1746 die Herrschaft Forst erworben hatte und nach seinem Tod im Jahr 1763 in der Forster Nikolai-Kirche beigesetzt wurde. Abgegeben wurde es von Christian Thielemann, Chefdirigent des sächsischen Staatsorchesters Dresden.

Dieser würdigte damit das Engagement der Stadt Forst (Lausitz) um die Bewahrung des Erbes des Mäzens der Herrschaft Forst, welche dem Grafen u. a. ihren Wiederaufbau nach dem verheerenden Stadtbrand von 1748 verdankt.

Das Bild, ein Pastell mit einem wertvollen Rahmen, welcher ebenfalls aus dem 18. Jahrhundert stammt, hat bereits weite Wege hinter sich. Es ist von einer Dresdner Familie nach New York und San Francisco mitgenommen worden und nun wieder nach Dresden bzw. Forst zurückgekehrt.

Noch gibt die Darstellung Brühls auf dem Bild den Forster Geschichtsinteressierten einige Fragen auf, welche mit Hilfe von Experten möglichst bald geklärt werden sollen.

Das Bild selbst hängt bereits in der Ausstellung im ersten Obergeschoss und kann von Interessierten während der Öffnungszeiten des Museums besichtigt werden.

Über Heinrich von Brühl

Heinrich von Brühl (* 13. August 1700 in Gangloffsömmern; † 28. Oktober 1763 in Dresden) war Reichsgraf von Brühl (seit 1737), Standesherr auf Forst, Pförten und Seifersdorf, Starost der Zips, von Volinow, Lizinek und Biasezno, Vogt zu Bromberg und Besitzer der Rittergutes Gangloffsömmern. Bedeutung erlangte er als kurfürstlich-sächsischer und königlich-polnischer Premierminister (seit 1746). Des Weiteren war er kurfürstlich-sächsischer und königlich-polnischer Geheimer Kabinetts- und Konferenzminister, Polnischer Kronfeldzeugmeister, Sächsischer Wirklicher Geheimer Rat, General der Infanterie, Oberkammerherr, Oberkämmerer, Kammerpräsident, Obersteuerdirektor, Generalakzisedirektor, Oberrechnungsdeputationsdirektor, Bergdirektor, Kammerdirektor der Stifte Merseburg und Naumburg, Oberinspektor der Porzellanmanufaktur, Dompropst zu Budissin (Bautzen), Domherr zu Meißen, Generalkommissar der Baltischen Seehäfen, Chef und Oberkommandant der Parforcejagd, Oberst eines leichten Reiter- und eines Infanterieregiments, Kommandeur der sächsischen Reiterei in Polen, Ritter des Polnischen Weißen und des Preußischen Schwarzen Adlerordens, sowie des Russischen St.-Andreasordens. (Quelle Wikipädie http://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_von_Br%C3%BChl)

Quelle: Michaela Zuber Brandenburgisches Textilmuseum