BUND fordert Umdenken beim Brandenburger Braunkohlenplan

Verkleinerung des Tagebaus Garzweiler zwingt auch in Brandenburg zum Umdenken

Der letzte Woche bekanntgegebene Verzicht auf die Abbaggerung von 200 Millionen Tonnen Braunkohle und der Umsiedlung von 1.600 Menschen für den Tagebau Garzweiler II zeigt deutlich, dass die Landesregierung in Nordrhein-Westfalen (NRW) die Zeichen der Zeit erkannt hat und keine Zukunft, geschweige denn eine energiepolitische Notwendigkeit für Tagebaue über das Jahr 2030 hinaus sieht. Insbesondere in Hinblick auf die Klimaschutzziele des Landes NRW sollen die Tagebauplanungen überarbeitet werden.

"Dass selbst im Braunkohleland NRW kein Bedarf mehr für die Braunkohle über das Jahr 2030 hinaus gesehen wird, sollte der Landesregierung in Brandenburg endlich die Augen öffnen. Mit ihrer rückwärtsgewandten Politik der neuen Tagebaue droht sie Brandenburg zum Schlusslicht zu machen beim Braunkohleausstieg. Wenn jetzt übereilt ein neuer Braunkohlenplan für Welzow-Süd II vorangetrieben wird, droht die Gefahr, dass diese Entscheidung dann wieder teuer revidiert werden muss", mahnt Axel Kruschat, Geschäftsführer des BUND Brandenburg.

So soll der Tagebau Welzow Süd II noch 2026 aufgeschlossen werden und weit über das Jahr 2040 hinaus Braunkohle liefern. Dafür sollen ca. 1.200 Menschen umgesiedelt werden.

"Statt sich an einen nicht vorhandenen Braunkohlebedarf zu klammern, wird es Zeit sich auf einen Braunkohleausstieg bis 2040 einzustellen", so Kruschat weiter. "Was wir brauchen, sind nicht weitere Umsiedlungsplanungen, sondern echte wirtschaftliche Alternativen für eine Lausitz nach der Braunkohle."

Quelle: Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) e.V.