Wirtschaftsleistung in Berlin und Brandenburg gestiegen

Wirtschaftswachstum Berlin und Brandenburg 2013 über dem Durchschnitt aller Bundesländer

In Berlin und Brandenburg ist die Wirtschaftsleistung im Jahr 2013 stärker als im Durchschnitt aller Bundesländer gestiegen. Wie das Amt für Statistik mitteilt, verzeichnete Berlin einen Anstieg des um Preisänderungen bereinigten Bruttoinlandsprodukts von 1,2 Prozent. Damit konnte Berlin entgegen dem Bundestrend die Wachstumsschwäche des vorangegangenen Jahres (+0,6 Prozent) überwinden und den Spitzenplatz unter den Ländern belegen. In Brandenburg setzte sich 2013 mit +0,7 Prozent das moderate Wachstum des Jahres 2012 (+0,7 Prozent) fort. Beide Länder zusammen kamen 2013 auf ein Wirtschaftswachstum von einem Prozent. Wie schon im Vorjahr lag damit die Region Berlin-Brandenburg über dem Durchschnitt aller Länder. Bundesweit hatte sich das Wirtschaftswachstum auf ein Plus von 0,4 Prozent abgeschwächt (2012: +0,7 Prozent).

Bruttoinlandsprodukt (preisbereinigt) nach Ländern 2013

- Veränderung gegenüber Vorjahr in % -

Bruttoinlandsprodukt (preisbereinigt) nach Ländern 2013

Das Wirtschaftswachstum in Berlin resultiert ausschließlich aus der Entwicklung in den Dienstleistungsbereichen, die in Berlin einen Anteil an der Gesamtwirtschaft von 84 Prozent ausmachten. Die Bruttowertschöpfung in diesem Bereich legte preisbereinigt um 1,5 Prozent zu. Dagegen schrumpfte das Produzierende Gewerbe um 0,6 Prozent mit einem Anteil von 16 Prozent an der gesamten Bruttowertschöpfung. Von dem Rückgang waren das Verarbeitende Gewerbe mit einem Minus von 0,8 Prozent und das Baugewerbe von 1,5 Prozent betroffen.

Innerhalb der Dienstleistungsbereiche in Berlin konnte der Bereich Handel, Verkehr, Gastgewerbe, Information und Kommunikation einen überdurchschnittlichen Zuwachs (+2,5 Prozent) verbuchen. Maßgeblich dafür war die positive Bilanz im Handel sowie im Informations- und Kommunikationsbereich. Der Bereich Finanz-, Versicherungs- und Unternehmensdienstleister sowie Grundstücks- und Wohnungswesen verbuchte einen Anstieg um 1,6 Prozent, wobei sich die Unternehmensdienstleistungen überdurchschnittlich entwickelten. Die Öffentlichen und sonstigen Dienstleister, Erziehung und Gesundheit erzielten ein Plus von 0,9 Prozent.

Zum Wirtschaftswachstum im Land Brandenburg 2013 trugen hauptsächlich die Dienstleistungsbereiche, die 70 Prozent der Wertschöpfung stellen, mit einem Anstieg um 0,9 Prozent bei. Dagegen konnten die Unternehmen und Betriebe des Produzierenden Gewerbes mit einem Wertschöpfungsanteil von 28 Prozent ihre Leistungen nicht mehr steigern (–0,1 Prozent), was auf das immer noch geschwächte Baugewerbe (–0,8 Prozent) zurückgeht.

Der Dienstleistungsbereich im Land Brandenburg wurde von der überdurchschnittlichen Entwicklung im Handel, Verkehr und Gastgewerbe, Information und Kommunikation (+1,9 Prozent) sowie bei den Finanz-, Versicherungs- und Unternehmensdienstleistern, des Grundstücks- und Wohnungswesens (+1,4 Prozent) gestärkt. Herausragend war der Beitrag der Unternehmensdienstleister. Dagegen blieb die Leistung der Öffentlichen und sonstigen Dienstleister, Erziehung und Gesundheit um 0,2 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres.

Bruttoinlandsprodukt und Bruttowertschöpfung (preisbereinigt) in Deutschland, Berlin und Brandenburg 2013

Wirtschaftsleistung in Berlin und Brandenburg gestiegen

Die Wirtschaftsleistung 2013 erbrachten in Berlin 1 788 Tsd. und in Brandenburg 1 071 Tsd. Erwerbstätige. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt je Erwerbstätigen als Ausdruck der gesamtwirtschaftlichen Arbeitsproduktivität hat sich gegenüber dem Vorjahr in Berlin um 0,8 Prozent verringert, weil die Erwerbstätigenzahl mit 1,9 Prozent stärker gestiegen war als die Wirtschaftsleistung. Im Land Brandenburg ging die Zahl der Erwerbstätigen um 0,3 Prozent zurück. Daher erhöhte sich das Bruttoinlandsprodukt je Erwerbstätigen um 1,0 Prozent. In Deutschland nahm das Inlandsprodukt je Erwerbstätigen um 0,1 Prozent ab, ähnlich entwickelte sich die Arbeitsproduktivität in den alten Bundesländern ohne Berlin (–0,2 Prozent), in den neuen Bundesländern ohne Berlin stieg sie leicht (+0,2 Prozent).

Die heute vom Arbeitskreis "Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder" herausgegebenen Länderzahlen zum Bruttoinlandsprodukt und zur Bruttowertschöpfung sind auf die Ergebnisse des Statistischen Bundesamtes für Deutschland vom Februar 2014 abgestimmt. Die Daten für das Jahr 2013 wurden erstmals ermittelt und für die Jahre 2009 bis 2012 turnusmäßig überarbeitet.

Die Berliner und Brandenburger Zahlen sind auf der Internetseite des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg unter www.statistik-berlin-brandenburg.de veröffentlicht. Dort werden auch die Statistischen Berichte "P I 1 - j/13 Bruttoinlandsprodukt und Bruttowertschöpfung im Land Berlin (bzw. im Land Brandenburg) nach Wirtschaftsbereichen" im April zum Download zur Verfügung stehen.

Über das Datenangebot des Bereiches Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen informiert: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg