Unternehmertreff beim Weltkonzern in Lauchhammer

Takraf GmbH war Gastgeber des 1. Unternehmermeeting der Stadt Lauchhammer im Jahr 2014

Gastgeber für das erste Unternehmermeeting der Stadt Lauchhammer im Jahr 2014 war die Takraf GmbH, ein Unternehmen, das mit 300 Beschäftigten am Standort Lauchhammer Teil eines Weltkonzerns mit insgesamt knapp 60.000 Mitarbeitern ist. Der Standort Lauchhammer ist der älteste des gesamten Konzerns. Matthias Gnilke, Mitglied der Geschäftsführung, informierte die zahlreich erschienenen Unternehmer über das Leistungsspektrum des familiengeführten Konzerns, der die gesamte Wertschöpfungskette zur weltweiten Rohstoffgewinnung abdeckt. Dazu gehören auch Entwicklung und Produktion von Großgeräten zur Förderung von Rohstoffen. Bei einer Werksführung konnten sich Bürgermeister Roland Pohlenz und die Unternehmer davon überzeugen, dass bei Takraf in Lauchhammer nicht gekleckert, sondern geklotzt wird. Entwickelt und produziert werden hier von rund 300 Mitarbeitern riesige Maschinen für die Rohstoffförderung auf der ganzen Welt. Der Bürgermeister informierte traditionell über aktuelle wirtschaftsrelevante Themen in der Stadt, und die IHK gab Tipps und Hinweise zur Durchführung von Schülerpraktika in Unternehmen. IHK-Geschäftsstellenleiter Dan Hoffmann erläuterte das Angebot der Industrie- und Handelskammer zur passgenauen Vermittlung von Auszubildenden.

Haushalt in Lauchhammer beschlossen

Die Stadt Lauchhammer ist für 2014 handlungsfähig. Der Haushalt wurde im Februar von den Stadtverordneten beschlossen. "Finanziell sind wir nicht so üppig ausgestattet, aber das Schicksal teilen wir mit vielen Kommunen", sagt Bürgermeister Roland Pohlenz dazu. Vorsorglich habe die Kämmerei der Stadt deshalb ein Haushaltssicherungskonzept aufgestellt, was auch mit der Kommunalaufsicht abgestimmt ist. Die Unterfinanzierung, die gegenwärtig vor allem auf ausbleibenden Gewerbesteuererträgen beruht, werde durch Rücklagen und Einsparungen finanziert. "Eine Stadt wie Lauchhammer muss jedoch auch investieren. Dafür sind wir bereit, notfalls auch Kredite aufzunehmen, um die Stadt voran zu bringen", erläutert Roland Pohlenz. Die günstige Zinssituation steht dem Ansinnen derzeit nicht im Wege.

Stadtumbau in Lauchhammer geht weiter

Nachdem die Probleme mit der Insolvenz der Kommunalen Wohnungsgesellschaft durch den Verkauf der Wohnungsbestände in 2013 beseitigt wurden, habe Lauchhammer wieder bessere Chancen, in das Stadtumbauprogramm aufgenommen und in den Genuss der damit verbundenen Fördermittel des Landes zu kommen, teilt Bürgermeister Roland Pohlenz mit. Seit Anfang des Jahres ist ein Sonderprogramm aufgelegt, das den Abriss von Wohnungen unterstützt. "In Lauchhammer sind insgesamt rund 600 Wohnungen zu viel auf dem Markt", sagt Bürgermeister Roland Pohlenz. Ab 2015 werden deshalb wieder Abrissmaßnahmen in Lauchhammer stattfinden. "Wir achten bei dem Abriss sehr genau darauf, dass städtebauliche Aspekte berücksichtigt werden", so das Stadtoberhaupt.

Mit der Beantragung zur Aufnahme in das Stadtumbauprogramm werde auch die Diskussion über die Ziele der städtebaulichen Entwicklung wieder aufgenommen. Ziel ist es, das seit 2007 bestehende INSEK (Integriertes Stadtentwicklungskonzept) bis über das Jahr 2020 hinaus fortzuschreiben. Schon Ende März findet eine erste Gesprächsrunde zur Wohnungswirtschaft in Lauchhammer statt. Auch die Unternehmen der Stadt werden in die Diskussionen um die Zukunft der Stadt mit eingebunden, heißt es aus dem Rathaus.

Kommunen rücken näher zusammen

Dass Lauchhammer und Schwarzheide gern noch intensiver miteinander zusammenarbeiten würden, als es im Rahmen des gemeinsamen Mittelzentrums derzeit bereits geschieht, ist bekannt. Der wieder neu belebte Koordinierungsrat aus den Bürgermeistern beider Städte und Stadtverordneten aus Lauchhammer und Schwarzheide tagt regelmäßig. Geprüft werde beispielsweise, ob bestimmte Verwaltungstätigkeiten gemeinsam ausgeübt werden könnten. "Wir werden jetzt sehen, wie sich die neuen Stadtverordnetenversammlungen nach der Kommunalwahl dazu positionieren. Ich hoffe, ebenso positiv wie die jetzigen Stadtverordneten", sagt Bürgermeister Roland Pohlenz.

Lauchhammer fordert zügige Hochwasserrisikomanagement-Planungen

Wasser ist immer wieder ein Thema in der Flächenstadt. Bürgermeister Roland Pohlenz erläuterte den Unternehmern die durch das Land Brandenburg im Zusammenhang mit Hochwasserereignissen an der Schwarzen Elster vorgesehenen Maßnahmen.

Erst kürzlich fand dazu auch wieder mit den betroffenen Anliegerkommunen im Süden von Brandenburg eine Beratung mit Vertretern der zuständigen Landesbehörden statt. Vorgesehen ist die Erstellung eines Hochwasserrisikomanagement-Plans durch das Land Brandenburg.
Aus der Sicht des Bürgermeisters dauern die Planungen aber viel zu lange an, da niemand davor geschützt ist, dass sich wieder neue Hochwasserereignisse einstellen.

Für den Abschnitt der Schwarzen Elster im Bereich von Lauchhammer ist immer noch unklar, ob Deicherhöhungen oder die Ausweisung von Überflutungsflächen als Gegenmaßnahmen bei Hochwasserereignissen vorzusehen sind. Er gibt jedoch zu bedenken, dass die gezielte Überflutung von derzeit landwirtschaftlich genutzten Flächen bei Hochwasserereignissen keine dauerhafte Lösung sein kann.

Insofern benötigt die Region dringend Klarheit wie man zukünftig Hochwasserereignissen begegnen will.

Bundesstraßen-Ausbau-Pläne bleiben wie gehabt

Nach Information von Bürgermeister Roland Pohlenz sind die grundsätzlichen Pläne zum Ausbau der B 169 weitestgehend aktuell. Jedoch ist der ursprünglich vorgesehene komplette dreispurige Ausbau nach Aussagen des zuständigen Ministeriums nicht mehr durchgängig vorgesehen.

Die Anbindungen zum Gewerbegebiet bzw. Industriepark und nach Lauchhammer am Klärwerk bleiben bestehen. Alle anderen Anbindungen werden mit dem Ausbau gekappt.

Völlig unklar ist, wann denn der Ausbau im Bereich Lauchhammer tatsächlich beginnen kann. Aus Sicht des Bürgermeisters muss kritisch festgestellt werden, dass nach derzeitigem Planungsstand wohl der Ausbau in diesem Jahrzehnt nur noch schwer vorstellbar ist. Das Land legt derzeit den Schwerpunkt auf die Errichtung von Ortsumfahrungen, wobei im Bereich Bad Liebenwerda die Realisierung bereits begonnen hat, jedoch die Ortsumfahrungen Elsterwerda und Plessa von der zeitlichen Abfolge ebenfalls noch unklar sind.

Ortsumfahrungen reichen jedoch nicht aus, um eine leistungsgerechte Verkehrsverbindung zwischen der A 13 und der Landesgrenze Sachsen herzustellen. Die nur schleppend vorangehende Planung der einzelnen Streckenabschnitte ist für die Umsetzung des Konzeptes wenig hilfreich.

Quelle: PM der Stadt Lauchhammer