Sächsische Aussteller auf JEC in Paris

Sächsiche Unternehmen auf weltgrößter Messe für Verbundwerkstoffe und neue Materialien im Composite-Bereich

Starke Ideen für leichte Werkstoffe

Auf der erweiterten Größe von zwei Fußballfeldern präsentieren sich in diesem Jahr Aussteller aus mehr als 100 Ländern auf der weltgrößten Messe für Verbundwerkstoffe und neue Materialien im Composite-Bereich, der JEC Composites Show in Paris. Auch 13 innovative Unternehmen, Netzwerke und Forschungseinrichtungen aus Sachsen zeigen vom 11. bis 13. März ihre Produkte und Dienstleistungen. Im Auftrag des Sächsischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr organisiert die Wirtschaftsförderung Sachsen GmbH (WFS) einen "Sachsen live"-Gemeinschaftsstand.

"Die stetige Nachfrage der Industrie nach innovativen Werkstoffen fördert die Produktion und Erforschung neuer Materialien in Sachsen. Um die möglichen Anwendungen bekannter zu machen und die Absatzchancen für sächsische Unternehmen zu vergrößern, ist die JEC in Paris ein optimaler Ort", so Peter Nothnagel, Geschäftsführer der WFS.

Das bestätigt auch Ulf-Peter Pestel, Geschäftsführer der Pestel PUR-Kunststofftechnik GmbH & Co. KG aus Chemnitz. Das Unternehmen ist zum ersten Mal auf der Messe und zählt mit rund 50 Mitarbeitern zu den kleineren Ausstellern auf dem WFS-Gemeinschaftsstand in Paris. "Wir haben vielleicht den kleinsten Stand, aber den größten Zuspruch", resümiert Geschäftsführer Pestel mit einem Augenzwinkern. Das Unternehmen hat einen patentierten Schichtbau "Pepural" im Portfolio, der unter anderem Vertreter von Daimler, Boeing, Renault oder Nike zu Gesprächen an den Stand lockte. "Pepural ist die perfekte Kombination aus Metall und Kunststoff", erklärt Ulf-Peter Pestel. "Man kann es sich wie ein Sandwich mit Fasern aus Glas oder Kohle und polyurethanummanteltem Metallschaumkern vorstellen, das eine hohe Stabilität bei sehr geringem Eigengewicht aufweist. Eine mögliche Anwendung könnten Bodenplatten in Nutzfahrzeugen oder Flugzeugbauteile sein."

Weitere Informationen und alle Aussteller auf dem "Sachsen live"-Gemeinschaftsstand finden Sie unter: http://www.invest-in-saxony.net/jec

Hintergrund Materialforschung in Sachsen

Dresden nimmt bei der Erforschung neuer Materialien international eine Spitzenstellung ein. Um diesen Vorsprung weiter auszubauen, wurde im November 2007 das ECEMP - "European Center for Emerging Materials and Processes Dresden" gegründet.

Insgesamt 40 Professuren an Hochschulen in Dresden und Freiberg sowie vier Fraunhofer-, zwei Leibniz-, ein Max-Planck und ein Helmholtz-Institut entwickeln gemeinsam Mehrkomponentenwerkstoffe für die Zukunftsfelder Energietechnik, Umwelttechnik und Leichtbau. Bereits seit 1993 ist der Materialforschungsverbund Dresden (MFD) aktiv, in dem neun Professuren der TU Dresden und acht außeruniversitäre Forschungseinrichtungen interdisziplinär auf den Gebieten Werkstofftechnik und Materialwissenschaft forschen.

Quelle: WFS - Wirtschaftsförderung Sachsen GmbH