Sachsen auf der CeBIT 2014

Sachsen auf der CeBIT 2014

Bundesinnenminister de Maizière besucht die Präsentation des Freistaates Sachsen

Der Bundesminister des Innern, Dr. Thomas de Maizière, besuchte heute den Stand des Freistaates Sachsen auf der diesjährigen CeBIT. Das Sächsische Staatsministerium der Justiz und für Europa präsentiert seine Projekte Mobile Bürgerkoffer und Elektronische Vorgangsbearbeitung und Aktenführung auf dem Gemeinschaftsstand des IT-Planungsrates.

Staatssekretär Dr. Wilfried Bernhardt, Beauftragter für Informationstechnologie des Freistaates Sachsen: "Ich freue mich sehr, Herrn Bundesinnenminister de Maizière die sächsische Innovationskraft auf dem Gebiet des E-Governments und der Staatsmodernisierung zeigen zu können."

Vor allem mit Blick auf die alternde Bevölkerung sind im Freistaat Lösungen für den wohnortnahen Zugang zur Verwaltung gefragt. Sachsen hat, unterstützt durch das Bundesministerium des Innern, das Pilotprojekt Moderne Bürgerdienste ins Leben gerufen und setzt dies gemeinsam mit dem Zweckverband Kommunale Informationsverarbeitung Sachsen (KISA) um. Ziel ist, die Arbeitsweise der Verwaltung flexibler gestalten und Dienstleistungen vor Ort anbieten zu können - auch ohne herkömmliche stationäre Präsenz. Eine Lösung, die derzeit in ausgewählten sächsischen Kommunen zwei Jahre erprobt wird, ist der mobile Bürgerkoffer.

Mit dem mobilen Bürgerkoffer kommt die Verwaltung zu den Bürgern. Die Koffer beinhalten die notwendige IT-Ausrüstung des Verwaltungsmitarbeiters für die Bearbeitung eines Anliegens vor Ort. Der Verwaltungsmitarbeiter kann dort arbeiten, wo Bürger und Unternehmen sind oder leicht hingelangen können. Auch ein Besuch zu Hause oder in Alten- und Pflegeheimen ist denkbar. Auf eine kompetente und persönliche Beratung vor Ort muss nicht verzichtet werden.

Das Projekt "Moderne Bürgerdienste" ist Teil einer umfassenden Staatsmodernisierung, um die Zukunftsfähigkeit der Verwaltung im Freistaat Sachsen zu sichern. Die Koordinierung der Staatsmodernisierung obliegt der im Staatsministerium der Justiz und für Europa eingerichteten Stabsstelle.

Eine andere wichtige Reformmaßnahme ist die Einführung der elektronischen Vorgangsbearbeitung und Aktenführung in der sächsischen Staatsverwaltung (eVA.SAX). Dabei wird der gesamte Lebenszyklus des Behördenschriftguts betrachtet. Eine elektronische Unterstützung findet sowohl bei der Erstellung und Bearbeitung von Dokumenten als auch bei deren Langzeitspeicherung und anschließenden Aussonderung oder unbefristeten Aufbewahrung im Rahmen der Archivierung statt. Für Letzteres hat der Freistaat Sachsen im Jahr 2013 sein elektronisches Staatsarchiv in Betrieb genommen.
Bis zum Ende des Jahres 2016 eVA.SAX soll für bis zu 12.000 Verwaltungsarbeitsplätzen eingeführt sein. In einigen Behörden konnte dies bereits vollständig abgeschlossen werden. Zudem wird die Kabinettsarbeit der Sächsischen Staatsregierung durch das sogenannte E-Kabinett vollständig elektronisch unterstützt.

Zu diesen und weiteren Themen veranstaltet das Sächsische Staatsministerium der Justiz und für Europa gemeinsam mit der Sächsischen Anstalt für kommunale Datenverarbeitung (SAKD) am 17. und 18. März 2014 in Dresden das IT- und Organisationsforum ITOF 2014.Kongress Staatsmodernisierung Sachsen 2014.

Informationen zum ITOF finden Sie hier. | http://www.itof2014.org

Quelle: SMJus - Sächsisches Staatsministerium der Justiz und für Europa