Mahnwache zur Reaktorkatastrophe im japanischen Fukushima

Mahnwache in Cottbus zum Fukushima-Jahrestag: Atom-Risiko noch nicht gebannt

Mit einer Mahnwache auf dem Stadthallenvorplatz erinnern Cottbuser Bürgerinnen und Bürger gemeinsam mit lokalen Umweltorganisationen am Dienstag, den 11.03., ab 18:00 Uhr an die seit drei Jahren andauernde Reaktorkatastrophe im japanischen Fukushima. Gleichzeitig demonstrieren sie gegen den Weiterbetrieb der neun Atomkraftwerke in der Bundesrepublik und der Urananreicherungsanlage in Gronau und damit für dezentrale erneuerbare Energien.

"Drei Jahre nach dem Super-GAU in Fukushima ist die Katastrophe weiterhin in vollem Gang: Die Kernschmelze ist nur notdürftig unterbrochen, die Heimat Hunderttausender ist verstrahlt und schon jetzt sind alarmierende Krebszahlen bei Kindern zu verzeichnen", erklärt Stefan Schneider von Robin Wood Cottbus.

Die Bergungen am Reaktorpark in Fukushima dauern an. Immer wieder kam es in den letzten 3 Jahren zu massiven Austritten von radioaktiv verseuchtem Wasser. "Radioaktive Strahlung kennt keine Ländergrenzen.", so Schneider, "Dies ist der Preis, den die Menschen nun für die vermeintlich billige Atomenergie zahlen müssen."

Zur gleichen Zeit befinden sich in der Bundesrepublik noch neun Kernkraftwerke in Betrieb. Menschen in ganz Deutschland fordern rund um den Jahrestag des Super-GAUs auf über 140 Mahnwachen und Demonstrationen die sofortige Beendigung des Atom-Risikos. Das fordert auch die Mehrheit der Bevölkerung, wie eine repräsentative Emnid-Umfrage im Auftrag der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt im September 2013 ermittelt hat.

"Wir rufen alle Menschen dazu auf, sich am Dienstag an unserer Mahnwache zu beteiligen. Im Anschluss sind alle ins Muggefug eingeladen, um zu diskutieren, den Film ?Die Fukushima-Lüge? zu schauen und unverstrahltes Essen zu genießen", sagt Schneider. "Gleichzeitig möchten wir alle dazu aufrufen, am 22. März zur Demonstration für die Energiewende nach Potsdam zu fahren, denn eine wirkliche Alternative zu Atomkatastrophen und Klimawandel bieten nur dezentrale erneuerbare Energien."

Atomkraft deckt weltweit nur rund 2 % des Energiebedarfs. Der Nutzen und die Gefahr dieser Nukleartechnologien sind unverhältnismäßig. Tausende von Quadratkilometern und Hundertausende Menschen wurden weltweit bereits durch Abbau von Uran, Reaktor-Katastrophen und Endlagerung von nuklearem Material radioaktiv verseucht.

Weitere Informationen:

"Die Fukushima-Lüge", 11.03. 20 Uhr, Muggefug Cottbus, Papitzer Str. 4

Quelle: PM Robin Wood Cottbus