Bautzepedia

"Bautzepedia" durch Oberbürgermeister Schramm vorgestellt

Mit dem Smartphone und QR-Code durch die Bautzener City

Es ist ein kleines Quadrat mit schier unerschöpflich vielen Gestaltungsvarianten: der QR-Code. "QR" steht für Quick Pesponse, was aus dem englischen Sprachraum kommt und sich mit "schnelle Antwort" übersetzen lässt. Seit 2010 verbindet die Stadt ihre Printmedien via QR-Code mit den Möglichkeiten des Internets. Inzwischen sind für die tragbaren Endgeräte aller gängigen Betriebsformen auch die notwendigen Programme dafür kostenfrei zu haben. Hier setzt das Amt für Pressearbeit und Stadtmarketing der Stadt Bautzen mit einer völlig neuen Idee an. Mit Unterstützung von Archivverbund, Museum und dem Ortskuratorium Denkmalschutz wurden Informationen für fast 60 Gebäude in der Innenstadt zusammengetragen und mit historischem Bildmaterial ergänzt. Über einen QR-Code, der demnächst zunehmend in Fenstern und an Türen zu finden sein wird, kann Jedermann diese Informationen auf sein Handy holen. Inhaltlich ist die Qualität unterschiedlich. Informationen reichen von der Liste ehemaliger Besucher über einen zweckmäßig kompakt gefassten Geschichtstext bis zu historischem Fotomaterial.

Bislang konzentrierten sich die Macher auf die Bautzener Innenstadt, um die Aufenthaltsdauer zu erhöhen. "Wenn man davon ausgeht, dass Frauen und Männer unterschiedlich einkaufen, bieten wir hier den meist technikaffinen Männern eine Alternative zum Schuhkauf", so André Wucht, Marketingleiter, Ideengeber und Wegbegleiter des QR-Pfades. Der Clou: am Ende der geschichtlichen Informationen findet der Nutzer Links zu den Geschäften und Büros, die heute in dem entsprechenden Haus zu finden sind. Ob diese Links nun nur zum Geschäft oder zu besonderen Angeboten für Nutzer dieses einmaligen Services führen, bleibt den Geschäftsinhabern überlassen.

Der offizielle Titel des Pfades lautet "Entdecke deine Stadt! Wotkrywaj swoje mesto!". Am Montag, dem 17. Februar 2014, gab Oberbürgermeister Christian Schramm den Startschuss für den ersten QR-Code an der Stadtapotheke. Das Haus am Hauptmarkt blickt auf eine lange Tradition zurück, nun kann man sie sich auf einem neuen Weg erschließen. Hinterlegt sind die Informationen auf der Homepage der Stadt www.bautzen.de.

Wer jetzt glaubt, hier würde ein neuer Geschichtspfad installiert, der irrt. "Entdecke deine Stadt" bezieht nämlich alle möglichen Gebäude, Straßen und Plätze mit ein, egal ob sie einen Denkmalsstatus haben. Außerdem folgen Nutzer keiner bestimmten Nummerierung. Sie werden zukünftig auf Schritt und Tritt QR-Codes begegnen können. In den ersten Tagen werden Stadt und Innenstadtverein das vorhandene Material an die Frau bzw. den Geschäftsmann bringen. Danach soll sich die Plattform auf der städtischen Homepage aus Bürgerinformationen speisen. "Ich vermute, dass jeder Bauherr, der irgendwo in der Stadt ein Haus besitzt oder in den letzten Jahren eines saniert hat, auch Kenntnisse aus dessen Geschichte erlangt hat", sagte Oberbürgermeister Christian Schramm. "Wir haben schon den Begriff "Bautzepedia" geprägt, angelehnt an die Enzyklopädie nach Art von Wikipedia nach dem "Nutzern für Nutzer"-Prinzip". Dazu gibt es auf der städtischen Homepage ein Formular, in das Hauseigentümer Informationen und Bildmaterial, beispielsweise aus der Geschichte oder von der Sanierung, einfügen können. Jeder Autor steht für seinen Eintrag. Er hinterlässt zudem Namen und Anschrift, damit das Amt für Pressearbeit und Stadtmarketing bei der Freischaltung des Beitrages einen entsprechenden QR-Code wahlweise in den Formaten A4 oder A5 erzeugen und zuschicken kann.

Mit dem QR-Pfad ergänzt die Stadt Bautzen ihre Angebote im Bereich der elektronischen Medien. Im Rahmen des touristischen Marketings gibt es mit der Bautzen-App und der GPS-basierten Audio-Stadtführung bereits zwei Applikationen für mobile Endgeräte. Der Einsatz von QR-Codes in städtischen Broschüren, Faltblättern und Plakaten ist seit 2010 Teil des modernen Marketings. Durch den Ausbau elektronischer Kommunikationswege ist es gelungen, besonders die Zielgruppe der Menschen zwischen 16 und 45 Jahren anzusprechen. Durch soziale Kommunikationskanäle wie Facebook, Twitter und YouTube ist zudem eine direkte Ansprache möglich. Perspektivisch wird sich dadurch das Image Bautzens in der Wahrnehmung verändern.

Quelle: Stadtverwaltung Bautzen / Amt für Pressearbeit und Stadtmarketing