Forschungsaktivitäten in sächsischen Unternehmen

Neue Analyse zu Forschung und Entwicklung in sächsischen Unternehmen

  • Hohe Dynamik von Forschung und Entwicklung in der sächsischen Wirtschaft
  • kleine und mittlere Unternehmen beeindrucken besonders

Forschungsaktivitäten in sächsischen Unternehmen Sächsische Unternehmen haben ihre Forschungsaktivitäten weiter deutlich verstärkt. Im Vergleich zur vorangegangenen Analyse für die Jahre 2006 bis 2009 kommt die aktuelle EuroNorm-Untersuchung zu durchweg positiven Ergebnissen. So erhöhte die sächsische Wirtschaft ihre Aufwendungen für Forschung und Entwicklung (FuE) zwischen 2009 und 2012 um über 21 Prozent.

"Besonders erfreulich ist die Entwicklung bei den kleinen und mittleren Unternehmen", erklärte die auch für Technologiepolitik zuständige Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Sabine von Schorlemer. "Unsere kleinen und mittleren Unternehmen, die Forschung und Entwicklung betreiben, haben ihre Forschungsaufwendungen um fast 25 Prozent gesteigert, ihren Umsatz um 50 Prozent und den Export sogar um beinahe sensationelle 75 Prozent. Diese Zahlen beweisen eindrucksvoll, dass sich Forschung und Entwicklung für die Unternehmen und für ganz Sachsen lohnen. Die Sächsische Staatsregierung hat mit ihrer Priorität für Bildung, Forschung und Technologie seit vielen Jahren die richtigen Schwerpunkte gesetzt", sagte die Ministerin.

In der Tat haben die Unternehmen die Auswirkungen der Finanzkrise der Jahre 2008 und 2009 mehr als ausgeglichen. Im Zehnjahreszeitraum 2002 bis 2012 konnten sie ihre FuE-Aufwendungen um 70 Prozent steigern. Die Ergebnisse der neuen, nunmehr siebten Analyse dieser Art, stellte Staatsministerin von Schorlemer heute im Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst gemeinsam mit der Autorin Tatjana Konzack vor. Durchgeführt wurde die Studie von der EuroNorm GmbH aus Berlin. EuroNorm analysiert die Entwicklung der ostdeutschen Forschungspotenziale im Auftrag des Bundes seit vielen Jahren und gilt somit als Kenner struktureller und entwicklungsbedingter Besonderheiten. Der Freistaat Sachsen nutzt diese Kompetenz in etwa dreijährigem Abstand für jeweils gesonderte Untersuchungen.

Innovation und Kooperation haben der Studie zufolge einen hohen Stellenwert für den sächsischen Mittelstand. Kleine und mittlere Unternehmen erbrachten fast die Hälfte der FuE-Aufwendungen der sächsischen Wirtschaft. Jedes dritte Unternehmen, das 2008 noch zeitweilig forschte, tut dies inzwischen kontinuierlich. Erstmals seit 1998 betreiben wieder über 800 Unternehmen in Sachsen beständig Forschung und Entwicklung. Damit sind fast 19 Prozent der Industriebetriebe mit mehr als 50 Beschäftigten dauerhaft in Forschung und Entwicklung aktiv. Diese Unternehmen erbringen über ein Viertel des gesamten Industrieumsatzes und fast ein Drittel der Exportumsätze der sächsischen Industrie.

Die zunehmende Internationalisierung und die steigende Innovationskraft tragen zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der sächsischen Unternehmen bei. Im Jahr 2012 gingen 85 Prozent der kontinuierlich FuE betreibenden Unternehmen im Rahmen von FuE-Projekten Kooperationen ein. Fast 45 Prozent gehörten einem Innovations- oder Wirtschaftsnetzwerk an.

Kontinuierlich FuE betreibende Unternehmen haben ihre Beschäftigtenzahlen seit 2009 um 13 Prozent erhöht. Zu diesen Ergebnissen haben die technologiepolitischen Förderinstrumente des Freistaates Sachsen, aber auch des Bundes und der Europäischen Union einen wesentlichen Beitrag geleistet. Bemerkenswert ist dabei, dass sich der "Wirkungsgrad" der Förderung weiter erhöht hat.

"Wie schon der ‚Sächsische Technologiebericht 2012‘ und die Bestandsaufnahme der Enquete-Kommission ‚Strategien für eine zukunftsorientierte Technologie- und Innovationspolitik im Freistaat Sachsen‘ erfüllen mich die aktuellen Ergebnisse der EuroNorm-Analyse mit Zuversicht, dass der Freistaat Sachsen auf gutem Wege ist, bis 2020 zu den wissenschaftlich und wirtschaftlich führenden Regionen in Europa zu gehören", erklärte die Staatsministerin abschließend.

Download: Analyse der Forschungs- und Entwicklungspotenziale (PDF)

Quelle: PM SMWK - Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst